Freitag, 1. Mai 2020

Ode an die Selbst-Anwendung - Tag 659


Heute möchte ich eine kleine Ode an die Selbst-Anwendung singen, womit ich – ohne es bewusst zu wollen – an meinen letzen Blog über die Anwendung von Wissen anknüpfe.


Gestern morgen hatte ich eine wirklich depressive Stimmung und ein Gefühl von Macht- und Sinnlosigkeit in mir, eine Dumpfheit und Lethargie die ich recht gut “kenne” - sprich ich “WEIß” wer ich in/als die Erfahrung bin und ich kenne mehrere mögliche Ursachen dafür in mir. Es fiel mir wirklich schwer zu meinem Rhythmus zurück zukehren morgens als erstes eine Runde um die Weiden zu drehen und es fiel mir weiterhin schwer mich überhaupt vorwärts zu bewegen – ich bin zu sehr in meinem Kopf und in meinem Gedanken gefangen, ich denke an den bevorstehenden Tag und was ich machen möchte oder sollte. Ich bin wirklich irritiert davon, dass ich denke. Meine “Erkenntnis” das “ich denke” aber es “nicht stoppen kann (Machtlosigkeit) macht mich nur noch irritierter – in der Tat bin ich ärgerlich, schon fast wütend, mit mir selbst und damit, dass ich trotz besserem Wissen “denke” und Sachen projiziere.

Als ich wieder am Haus ankomme, bin ich immer noch lethargisch und schleppe mich in die Wohnung – ich mache mir Kaffe und setze mich hin um an meiner DIP Lektion weiter zu schreiben. Es dauert keine 10 Minuten und ich bin in einer vollkommen anderen Stimmung und einem anderen Zustand. 

Der Akt des Schreibens, meine physische Präsenz erdet mich und bringt mich aus meinem Bewusstsein, aus dem Denken, aus dem Projizieren, aus den emotionalen Strömungen und Energie in meinem Körper – Der Fokus auf den Moment erlaubt mir “nicht zu denken” und mich auf das zu fokussieren, was ich mir im Schreiben anschauen will. 

Mir wird klar, dass ich mich in meiner Selbst-Arbeit genau damit beschäftige, was ich erfahre und meine Erfahrungen von Lethargie die Punkte von Machtlosigkeit wieder-spiegeln, die ich mir in meinem Schreiben VERGEGENWÄRTIGE – ich meine, das Wort sagt es schon so wunderschön: Ich bringe die Dinge/Punkte in meinem Bewusstsein in die GEGENWART, die einzige Zeit und der einzige Ort in der ich sie als mich ändern kann.

Ich erkannte, dass die Entscheidung mich morgens hinzusetzen und zu schreiben, meine ganze Erfahrung von mir selbst und so meinen ganzen Tagesablauf verändert hatte. Eine tiefe Dankbarkeit und Freude mir Selbst gegenüber kam in mir auf. Es ist eben auch die Erkenntnis - und noch wichtiger: die ERFAHRUNG-, dass ich NICHT machtlos bin, sondern meinen Zustand/meine Erfahrung ändern kann. Dieser Punkt ist sehr wertvoll, da er die Tür zu weiterer Veränderung aufschließen kann, wann immer ich ihn ANWENDE.

Mit den Erfahrungen, Gedanken und Reaktionen die wir tagtäglich machen begegnen wir immer der Vergangenheit, denn unsere Gedanken, Erfahrungen und Reaktionen entspringen Erinnerungen in unserem Bewusstsein in denen wir uns, und unsere Erfahrung von uns selbst, definiert und festgelegt haben – Physische Handlungen, wie das Schreiben, oder das Sprechen (gesprochene Selbst-Vergebung) haben die Macht und Eigenschaft uns aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu bringen und geben uns damit die Möglichkeit und Kraft zu HANDELN. 

Es ist unmöglich in der Vergangenheit zu handeln. Das heißt es ist unmöglich in/aus einer ENERGETISCHEN ERFAHRUNG/ENERGIE heraus zu handeln, eben weil wir darin gar nicht anwesend/präsent sind.

Als ich mich auf den Weg zur Arbeit machte, war ich motiviert, frisch und präsent und minimale Lethargie konnte ich noch in meinem Körper feststellen. Als ich auf eine Nebenstraße bog, hatte ich einen Gedanken/eine Projektion daran, dass ich heute weiter an meinem Exposee arbeiten sollte. Der Gedanke war mit Widerstand/Widerwillen verbunden und erzeugte eine Reaktion von Selbst-Urteilen, Unterdrückung/Verleugnung und Angst in mir – ich sprach Selbst-Vergebung und eröffnete mir verschiedene Dimensionen des Punktes, was darin mündete, dass ich präsent, belebt und motiviert war meinen Tag anzugehen. Wieder erkannte ich, dass dieser “kleine Moment” von Selbst-Vergebung eine große Wirkung auf meinen Zustand, meine Erfahrung und damit meine Interaktionen mit meiner Welt/Realität und anderen Menschen hat.

Also, dieser Blog ist im Grund ein kleines Schreiben der Anerkennung und der Ermutigung an mich selbst und meiner Fähigkeit mich selbst in Momenten zu ermächtigen meinen Kurs, meine Erfahrungen und Handlungen und somit auch mein Leben zu verändern.

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