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Freitag, 1. November 2019

Aufschieben, Verzögerung und Stagnation - Tag 652


Wow, einfach nur wow...dieses hier ist einer dieser wirklichen WTF punkte in die ich immer wieder “schlittere” oder hinein-dappe und dann stecken/hängen bleibe für eine ganze Weile, bis mir wieder klar wird “ICH muss mich bewegen”.

Ein lang-anhaltender Punkt von Unzufriedenheit und Frustration in meinem Leben ist der von mangelnder Bewegung und Aktion, einmal was die Kreation und Ausgestaltung meines eigenen Lebens betrifft, also meiner Lebensumstände und zum anderen meiner sozialen Kontakte und generell Aktivitäten...Ich verfalle so einfach in eine Art Lethargie und Untätigkeit einen Widerstand dagegen, die “Welt da draußen” zu erforschen und aktiv zu sein...wenn ich in diesem Punkt/Muster bin, scheint es auch total gerechtfertigt (weil aus irgendwelchen Gründen nicht anders möglich) nichts zu tun, zu ändern und einfach nur so vor-mich-hin-zuleben, wohl eher “vormichhinzuschieben”...alles was ich gern tun möchte/wollte wird irgendwie aufgeschoben, weggeschoben und nie wirklich gemacht.

Es ist nicht so, dass es mir an Phantasie fehlt – es fehlt die Umsetzung, die Handlung. Ich kann hier auch nicht hart mit mir selbst sein oder frustriert...bzw. Mich selbst strafend...es ist ein massiv eingefleischter Punkt/eingefleischtes Muster in meinem Leben und in der Tat ist es etwas “völlig neues” für mich mein Leben zu gestalten/kreieren.

Was zu diesem wiederkehrenden Muster von Aufschieben und Untätigkeit beiträgt ist, die kläffende Diskrepanz zwischen meiner Idealvorstellung und der Realität meines Lebens...und der Weg bzw. Die Schritte von denen ich sehe oder auf einer unterbewussten Ebene verstehe, das ich sie GEHEN muss, um das zu verwirklichen was ich als Potential sehe oder mir wünsche.

Es ist ziemlich interessant und extrem zugleich, denn es ist als habe ich “helle Momente” und das Gewahrsein davon was ich zu tun habe/tun kann und dann verfalle ich in “tiefe Umnachtung” und mir wird erst viel später wieder klar was der Punkt ist – sogar jetz in diesem Schreiben kommt der eigentliche Punkt erst jetzt raus:

Es ist meine Beziehung zu/mit Beziehungen. Ich habe mir noch nie in meinem Leben “selbst” einen Freundeskreis oder Bekannte/Freunde oder Beziehungen “gesucht” oder diese etabliert/kreiert und nur in sehr limitiertem Maße “gestaltet” - genau an diesem Punkt bin ich allerdings jetzt und auch seit etwa einem Jahr – bis jetzt waren die Beziehungen in meinem leben immer “einfach da” oder “haben sich ergeben” und ich habe in der Form damit interagiert, dass ich das ich die Leute und mich selbst so “gelassen/akzeptiert habe wie wir sind” - Das letzte stimmt nicht ganz, da sich dies mit meinem Prozess schon verändert hat über die Jahre, allerdings waren die Leute die ich kennengelernt habe und die zu Freunden wurden, entweder Kollegen oder Freunde von meiner damaligen Partnerin o. Freunden...

Es ist auch nicht so, dass ich keine Beziehungen oder Kontakte knüpfen kann...aber ich war nie/selten der Initiator von Freundschaften/Bekanntschaften...nun bin ich definitiv mit diesem Punkt konfrontiert, und es fühlt sich etwas/ziemlich hoffnungslos/verzweifelt an, da ich “keine Ahnung habe wie man so etwas macht”...beziehungsweise wie gesagt, war ich nie/selten der initiator und eher immer der der “abgeholt wurde”. Eine darin verschachtelte Dimension ist das ich wie gesagt auch in meinem “eigenen Leben” dazu zu neigen darauf zu warten das “etwas passiert” - es ist auch der Punkt an dem ich ANFANGEN muss, denn sonst können Beziehungen zu anderen leicht zu einer “Flucht” oder Versteck werden...was ich momentan aber nicht sehe...aber ich sehe diese Möglichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich als Außeinseiter oder Beobachter meines eigenen Lebens wahrzunehmen und zu erfahren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe immer wieder in Lethargie, Teilnahmslosigkeit und Apathie zu verfallen anstatt in meinem Leben gestalterisch tätig zu werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich einsam zu fühlen und unfähig Freundschaften oder effektive physische Beziehungen mit den Menschen in meiner Umgebung zu schaffen – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen dass in meiner Welt/Realität in Wirklichkeit einige Beziehungen sind die effektiv und cool sind – allerdings bestimmte Zwecke erfüllen und bestimmte Teile/Punkte in mir, ich reagiere weil es keine Beziehung gibt die bestimmte Teile/Aspekte von mir erfüllt die ich in Wirklichkeit selbst erfüllen muss/sollte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich gehindert zu fühlen mein Leben so zu gestalten wie ich es mir wünsche – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich mir nicht wirklich die Mühe mache, dies zu tun.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mein Leben aufzuschieben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe immer wieder in den Punkt Aufschieben und Prokrasitnation zu gehen und daran teilzunehmen, obwohl eins klar ist: Das Leben wartet auf niemanden und der Tod steht immer bevor.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe nicht zu sehen, erkennen und zu verstehen, dass Punkte/Situationen/Momente in denen ich meine Untätigkeit mit externen Punkte/Personen/Situationen begründe, zum Beispiel, dass ich erst auf sie/ihn warten sollte und noch nicht anfangen kann weil dies oder jenes angeblich noch nicht geht – so gut wie immer Illusionen sind durch die ich das Muster von Aufschieben/Prokrastination rechtfertige.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu warten und nicht praktisch tätig zu sein und zu werden, weil mir andere in einem Moment sagten, als ich sie um Rat bat, dass sie “es auch nicht wissen” und “die Person die es weiß ist jetzt nicht da” und kommt in einigen Wochen wieder.

Es gibt ein berühmtes Zitat von Mike Tyson das ich langsam anfange zu verstehen: “Jeder hat einen Plan, bis ich ihm ins Gesicht schlage”.

Es symbolisiert sehr schon die Diskrepanz zwischen “Mind/Bewusstseins-Realität” und “Physischer Realität” - Im Mind/Bewusstsein sieht alles einfach aus, geht schnell, ist ISTANTANIOUSLY hier – nur weil ich es “sehen kann”, doch etwas im Physischen zu tun/umzusetzen/machen ist eine andere Geschichte: Nicht das es umbedingt schwieriger wäre oder unangenehm – aber die beiden sind meist nicht kongruent, nicht vergleichbar, einfach weil Bewusstsein/Mind als GEDANKEN, Gefühle und Emotionen LIMIERT ist, und die unglaubliche komplexität des Physischen nicht erfassen, kalkulieren oder kalibrieren kann. In manchen Punkten hilft nur eins – die physische Erfahrung. Und die selbst-bestimmte Handlung, Selbst-Ausrichtung und Selbst-Meisterschaft darin – im Physischen.

Passend dazu, sah ich auch ein kleines Martial-Art Video über das “Phänomen”, dass derzeit sehr viele chinesische Videos von MMA Kämpfen auf Youtube auftauchen, in denen sogenannte “Kungfu-Meister”, hoch-dotierte, hochrangige Meister einer bestimmten, technischen Kampfkunst gegen Mixed-Martial-Art Kämpfer antreten und oft innerhalb kürzester Zeit K.O. geschlagen werden und zu Boden gehen – der Kommentator brachte die Ursache auf den Punkt: Die MMA Kämpfer sind trainierte Kämpfer, die mit tatsächlichen physischen Kämpfen und Wiederstands-training in Form von echten Kämpfen Erfahrung haben, wohingegen die “Kungfu-Meister” ihre Kampfkunst zwar perfekt beherrschen, aber nur “theoretisch”, ihnen fehlt die Erfahrung echter physischer Kämpfe in denen es rabiat und rücksichtslos zur Sache geht und tatsächlich zugeschlagen wird.

Dieses Muster von Scheinsicherheit in der eigenen Komfort-Zone wird dann zum Selbst-Läufer, weil man sich darin “wohl” und sicher fühlt und vermeiden will Erfahrungen von Unsicherheit, “Fehlern” und Anstrengung zu begegnen, die angeblich ausserhalb der Komfort-Zone lauern. Derweil bin ich nur wirklich lebendig wenn ich über die Komfort-Zone hinaus gehe und hier kommt die dimension des physischen hinein: Manchmal muss man etwas 10.000 mal MACHEN um es zu perfektionieren – manchmal muss man 10.000 mal gegen die Selbe Wand schlagen, bis sie einstürzt, und manchmal ist es viel einfacher...weil es nur (noch) ein einziges Mal braucht, weil man schon 9999 male hinter sich hat lol - das Physische/der Körper wird dem nicht müde, oder übertrüssig...das Herz schlägt jeden Tag, jeden Moment aufs Neue, immer wieder immer weiter – bis es nicht mehr schlägt...Deshalb fordere ich mich weiter dazu auf, jeden Tag zu tun was möglich ist um jeden Tag zählen zu lassen.


Mittwoch, 29. Oktober 2014

Laufe ich vor mir weg oder hinter mir her? - Tag 581


Auszug: Reflexionen zum Muster von Aufschieben Teil 1

-"Ok, hier habe ich einen interessanten Punkt in meiner Rechten Wade, ein Ziehen und wenn ich mich frage was es ist sehe ich dass ich auf die Personen/Dinge reagiere die ich als Hindernisse für meine Pläne/was ich mir vorgenommen habe zu tun, sehe da ich von einem Ausgangspunkt von Selbsturteilen und Angst operiere. „Ich muss dass schaffen/durchziehen“ kommt auf, was an sich bereits ein Gedanke von Widerstand und Trigger für Aufschub ist"-



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe einen Punkt an meiner rechten Wade zu kreieren und zu manifestieren, wo meine Selbst-Urteile, meine urteilenden Gedanken körperlich werden – darin vergebe ich mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, diesen Punkt in meiner Wade von Selbsturteilen als Stress, als Antrieb, als Angst um meinen Job/Einkommen/Überleben zu kreieren und manifestieren als Motivation, als Karotte am Stecken als „Zuckerbrot und Peitsche“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, meine Selbst-Urteile und Urteilenden Gedanken auf andere in Trennung von mir selbst zu projizieren und sie in meinem Bewusstsein als Trigger für Selbst-Urteile zu missbrauchen in dem Ich mich vergleiche.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben ich muss schnell, schnell, schneller machen und tun – ich muss es schaffen... ich muss alles schaffen was „ich“ mir vorgenommen habe – anstatt zu sehen und zu erkennen dass mir das was „ich mir vorgenommen habe“ (ich habe eine Entscheidung getroffen es als mich anzunehmen und zu ver-folgen) von meinem Bewusstsein vor-gegeben wurde.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben „Ich muss es schaffen“ - wobei ich im Wesentlichen auf die Vorstellung Bezug nehme einen bestimmten Status/Job in diesem System zu erreichen, beziehungsweise auf die Vorstellung davon einem bestimmten Idealbild von Mir in meinem Bewusstsein zu gleichen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und mir in absoluter Selbst-Ehrlichkeit gewahr/bewusst zu machen dass ich immer noch versuche mein Idealbild von mir selbst, in meinem Bewusstsein, in diese Welt zu bringen/real zu machen – was im Gegenzug heißt dass ich alles in mir ablehne, verurteile, unterdrücke, verleugne und BEKÄMPFE was meinem wahren Selbst entspricht, was wiederum bedeutet dass ich mir selten/nicht den Dingen in mir Stelle und annehme die Aufmerksamkeit und Veränderung bedürfen wenn ich meine Ideen von einem besseren Selbst wirklich machen will.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe dass ein Gedanke „Ich muss das Schaffen/durchziehen“ in mir aufkommt und existiert , worin ich mir vergebe dass ich zugelassen und akzeptiert habe, mich durch diesen Gedanken von dem was ich „schaffen“ oder „durchziehen“ will zu trennen und mich selbst zu entmachten, mir jeglichen wahrhaften Ansatzpunkt zu nehmen, denn nun existiere ich in einer Vorstellung/Projektion/Idee davon was ich tun will und wie es laufen soll/muss in meinem Bewusstsein und wenn diese Vorstellung nicht den Gegebenheiten/Tatsachen in physischer Realität einspricht – reagiere ich und füttere die Illusion noch weiter.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass ich mich durch die Beziehung von „ich muss“ wirksam von der Tätigkeit „schaffen" = kreieren trenne - und darin vergebe ich mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass ich immer wenn ich denke „Ich muss das/etwas schaffen“ praktisch versuche „Luftschlösser“ zu bauen, und in eine neurotische Betriebsamkeit verfalle um etwas real zu machen was nur in meinem Kopf existiert und in keiner Beziehung zu den tatsächlichen Gegebenheiten oder Anforderungen steht.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Punkte von Verantwortung in mir selbst/meinem Bewusstsein oder meiner physischen Realität/meinem Leben aufzublähen und zu massiven und scheinbar riesigen Auf-wänden und Leistungen zu machen – das typische Don-Quichotte-Syndrom – und sie so als viel mehr und schwieriger erscheinen zu lassen als sie sind in der Anbetracht/Realisation dass ich immer nur EINEN Moment Hier habe und immer nur mit einem Moment umgehen kann und muss, dass ich mich immer nur in/als diesen einen Moment lenken kann.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe auf die scheinbaren Aufwände und Leistungen zu reagieren und davor zurück zu schrecken und zu weichen die mir mein Bewusstsein manchmal vorstellt wenn ich etwas tun will oder muss und dann in den (körperlichen) Widerstand zu fallen und das Aufschubsystem zu aktivieren – anstatt zu Atmen und mich in einem Moment selbst-bestimmen zu entscheiden „Ich bewege mich durch diesen Widerstand“ - ich erkenne dass ich mich durch ein System in meinem Bewusstsein bewege – das Aufschub-System - und bewegen muss und dass der Widerstand dem ich begegne nichts weiter ist als Energie, ein Teil von mir selbst – Ich mache den ersten Schritt, nehme einen Atemzug und führe die erste praktische Handlung aus, z.B. Fange an zu lesen, schreiben, stehe auf etc. Ich sehe und erkenne dass die Energie und der Widerstand letztlich weniger werden und abflauen wenn ich mich weiter bewege und standhaft bleibe.



Ich sehe und erkenne dass der Punkt an meiner rechten Wade mit Selbst-Urteilen und Selbst-Definitionen zusammenhängt die ich in meinem Bewusstsein anschlage und die sozusagen Wellen oder resonante Verwerfungen in der Substanz meines physischen Körpers erzeugen – ich bestimme mich dazu mich selbst anzuhalten und zu verlangsamen wenn ich diesen Punkt in meiner Wade wahrnehme – Ich atme und verlangsame mich buchstäblich körperlich – Ich bringe mich hier her zurück indem ich meinen Fokus und meine Aufmerksamkeit auf die physische Realität/meinen Körper und das was ich in dem Moment mache, richte. Ich stoppe den Backchat und steige aus dem resonanten Stress/Angst/Hetze aus.

Ich sehe und erkenne dass "Ich muss es schaffen" ein Versuch ist/war mich energetisch über den Widerstand etwas zu tun/machen (z.B. Aufschub/Lethargie) hinwegzusetzen anstatt mich hindurchzubewegen. Auch ein Anpassungsmechanismus.

Ich sehe und erkenne, dass das dieser Punkt in der Wade ein Indikator dafür sein Kann, wenn ich mit/von dem Backchat-System „Ich muss es/etwas schaffen“ besessen und angetrieben bin – was auch bedeutet dass ich mich Nicht wirklich Selbst bewege sondern mir über und durch ein System von Energie Bewusstseinskonstrukten antreibe.



Ich bestimme mich selbst dazu die Absurdität einzusehen die es beutet mich über und durch ein künstliches Konstrukt von Bewusstsein anzutreiben – anstatt mich selbst zu bewegen in Einheit und Gleichheit mit mir Selbst hier.



Ich sehe und erkenne, dass ich denke und glaube, das es einfach bequemer ist so zu „arbeiten“ und „funktionieren“, weil ich es gewohnt bin und das ich Angst habe ,dass ich etwas verlieren könnte wenn ich davon ablasse.



Ich bestimme mich selbst dazu mich immer zu stoppen und auszusteigen, wenn ich sehe, dass ich in diesem „Ich muss es schaffen“ Backchat System teilnehme oder mich darüber und dadurch antreibe, da ich nun sehe und erkenne dass ich mir von einem Ausgangspunkt „Ich bin nicht gut genug“ vormache ich müsse etwas (eine in meinem Bewusstsein selbst-kreierte und projizierte Karotte) erreichen um „akzeptabel“ und „gut genug“ zu sein – während ich mich, meine Gegenwart, meinen lebendigen Körper niedermache und verbrauche um in einem System von Selbst-Erniedrigung vor mir Selbst wegzulaufen... Verdammt. Ich lebe das „Hamsterrad“.

Montag, 27. Oktober 2014

Schreiben und Selbst-Vergebung aufschieben = Selbst-Sabotage - Teil 6 - Tag 580



Eine weitere Form von Aufschieben ist die Angewohnheit oder das Muster viele Punkte oder kleinere Projekte anzufangen doch diese nie zu Ende zu führen und fertig zu machen. Beispiele sind Übersetzungen die ich nur roh/grob übersetze und nicht zur Veröffentlichung bringe oder meine Blogs hier oder Erinnerungen die ich „anschreibe“, in denen ich Punkte öffne, aber selten/nicht immer die dazugehörige Selbst-Vergebung und Selbst-Korrektur durchgehe, umsetze und/oder die Punkte weiter führe in gelebte Lösungen umwandle.
Mit den Übersetzungen sehe ich als primären Punkt die Erfahrung von „Inadequat“ oder „Nicht gut genug“ die ich von Anfang an mit dem Übersetzen von Texten im Desteni-Kontext in mir aufkommen hatte und in der Zwischenzeit nur noch mit verschiedenen Erinnerungen, Energien, Gedanken und so weiter gefüttert und substanziiert habe. Faszinierend, wie ich eine initiale Erfahrung die in mir aufkam zu einem ganzen Konstrukt oder System in mir ausgebaut habe.
Der zweite Punkt mit den Blogs und Erinnerungen ist etwas anders gelagert, doch sehe ich eine Gemeinsamkeit – beides sind Dinge die mich und potentiell andere als mich und damit diesen Prozess als Ganzes unterstützen und voranbringen könnten.
 
Das übersetzen von Texten ist eine große Unterstützung für einen Selbst, da es dabei hilft, Information zu integrieren und einem erlaubt die Information so zu sagen in Slow-Motion durchzugehen und zu verarbeiten – mir sind oft die coolsten Erkenntnisse und Einsichten gekommen wenn ich einen Text übersetzt und nicht nur gehört oder gelesen habe – die Beschäftigung damit ist irgendwie intimer und intensiver, es kommen mehr Verbindungen im Bewusstsein auf an denen man sieht „Oh, da habe ich dass genau so gemacht – hier mache ich es noch“ oder „Ah, jetzt sehe ich was er meint“ und so weiter...Leider haben wir nicht immer so viel Zeit Sachen zu übersetzen oder sich intensiv mit Texten/Informationen auseinander zu setzen... und genau deshalb ist/wäre es sinnvoll wenn dieser Prozess so effektiv wie möglich läuft und von möglichst wenig Konflikt/Reibungen und Widerstand begleitet ist... Damit mache ich den nächsten Punkt auf also „Was muss ich tun/können damit ich zum Beispiel gut und sicher im Übersetzen werde“ - oder im Schreiben (Blogs), was sind die Eckpunkte und fundamentalen Fähigkeiten die ich brauche...von hier aus kann ich diese Fähigkeiten dann aufbauen und ausbilden.
Punkte oder Erinnerungen nicht (komplett) mit Selbst-Vergebung und Selbstkorrektur-Aussagen durchzugehen kann eigentlich als absolute Selbstsabotage gesehen werden – denn ich öffne einen Punkt in mir, ich sehe und erkenne in dem Moment genau was ich akzeptiere und erlaube und anstatt in Selbst-Vergebung dafür Verantwortung zu übernehmen und mir korrigierende Aussagen als Direktiven für mich selbst zu geben, „lasse ich den Punkt wider gehen“, und gebe ihn zurück an das Bewusstsein. Nun, ist es nicht so dass es ganz umsonst oder verloren wäre Punkt zu öffnen und nicht sofort komplett auszuschreiben und zu vergeben, dies ist ohne hin ziemlich unmöglich da die Punkte im Bewusstsein multidimensional und geschichtet vorliegen, oft kann man an einem Punkt in seinem Prozess nicht alle oder sogar nur eine Dimension deiner Erinnerung oder eines Musters sehen und begegnet dem gleichen Punkt dann später wieder dann später wieder und kann eine weitere Schicht/Lage durchgehen und ablösen.
Doch macht es definitiv Sinn in dem Moment/Zeitraum in dem der Punkt „hier“ ist so gründlich und detailliert wie möglich damit zu arbeiten, denn die verbunden Emotionen/Energien sind nun genau „hier“, die Definitionen, Glaubenssätze und Worte die man zum Beispiel in einer Erinnerung festgelegt hat in der Erinnerung festgelegt hat, oder die ein Gedanken/Verhaltensmuster ausmachen und aufbauen, sind nun genau hier und man hat die Möglichkeit dafür Verantwortung zu übernehmen und Selbst-Bestimmendes Gewahrsein zu etablieren, indem man die Punkte in Selbst-Vergebung dekonstruiert und durch gelebte Selbst-Anwendung (Selbst-korrigierende Aussagen, Atmen, Wahrnehmung in den Körper shiften usw.) verhindert dass sind die Muster wieder aufbauen = das man sich ändert wenn der Punkt/das Muster das nächste Mal in einem aufkommt oder getriggert wird.
 
Oft sind es nicht unbedingt angenehme Dinge oder Dinge auf die man stolz sein könnte die in den Erinnerungen festgehalten sind die man mit sich trägt, daher besteht – zumindest in Mir – die Tendenz auf die Erinnerungen oder Dinge darin zu reagieren, mich dafür zu verurteilen und die Dinge dann in eine Verleugnung oder Unterdrückung zu shiften – oder ich denke „Ach, jetzt habe ich schon gesehen was darin los ist – ich weiß schon um was es geht – ich muss es nicht ausschreiben/vergeben“ und wieder die Ausrede „Ich hab zu wenig Zeit“ - Schaue ich mir die Punkte genauer an, ist es ein Widerstand „Ach nöööö, ich mag/kann einfach nicht...keinen Bock... nicht schon wieder/immer noch diese Erinnerung“ = Aufschub-System hat eingesetzt, und dass passiert vorwiegend mit Erinnerungen in denen ich bereits einen guten Teil der Erforschungen/Vergebung gemacht habe und/oder ich zu den Korrekturaussage komme („Oh man, das Ganze jetzt noch Mal von Vorne...) oder wenn ich bereits sehen kann dass sich noch viele/umfangreiche weitere Punkte/Dimensionen in mir öffnen/aufkommen.
 
In beiden Fällen liefere ich als „Beobachter“ der ja nun „Sieht“ und „weiß“ was in Mir wirklich vorgeht meinen Bewusstsein/Ego weitere Urteile/Verurteilungspunkte und füttere ihm Reaktionen und lasse diese „Ansatzpunkte“ so zu sagen als „Lose Ends“ für weitere Energie-Generation, für Neu-Starts und Wieder-Aufnahme der ewig gleichen Muster in mir herumbaumeln, obwohl ich mir durch mein bisheriges Leben bewiesen habe, dass sie mich nicht unterstützen = Selbst-Sabotage.
Ich bestimme mich dazu meine letzten beiden unbeendeten Blogs fertig zu stellen und mir täglich etwas Zeit zu nehmen diese Punkte durchzugehen.

Montag, 6. Oktober 2014

Reflexion zum Muster von Aufschieben Teil 3 - Tag 577


Heute ist wieder Zeit meinen Prozess mit dem Punkt/Muster von Aufschub/Aufschieben zu reflektieren und im Großen und Ganzen scheint es „besser“ geworden zu sein, was heißt ich schiebe nicht mehr so viele Dinge auf, beziehungsweise ist mein Leben und Handeln „mehr im Fluss“.



Einen Punkt den ich durch praktische Anwendung und Hilfe meines Buddies im Desteni-I-Prozess letzte Woche sehe beziehungsweise erfahren konnte ist ein Muster von „Aufschieben meiner Selbstanwendung/Selbstkorrektur in Momenten in meinem Alltag“. Ich schreibe „erfahren“, da es tatsächlich mehr so war/ist das mir die Punkte und Veränderungen unter der Woche gar nicht besonders, großartig aufgefallen sind – erst als ich mit einer einer anderen Person darüber sprach und zurückblickte sah ich was ich auf relativ „natürliche Weise“ verändert/gemacht hatte, wobei „natürlich“ bedeutet, dass es „kein großer Aufwand war“ - ich musste mich nicht „anstrengen“ oder großartig pushen, sondern mich nur in Momenten direkt sofort korrigieren/stabilisieren.



Ich hatte die meiste Zeit über ein Problem damit mich während meiner Tage zu stabilisieren, beziehungsweise damit das ich dazu tendiere Reaktionen in mir anzuhäufen und in einen Zustand von „rasenden Gedanken“ und einem generell energetischen und reaktiven Zustand zu akkumulieren – Ein Punkt der dazu beiträgt ist dass ich dazu tendiere auf jeden kleinen Punkt/jede Reaktion zu schauen und darauf zu reagieren, wenn ich in bestimmten Punkten über die ich bereits geschrieben und Selbst-Vergebung angewendet habe doch wieder reagiere und sozusagen in die Reaktionen falle – anstatt mich zu stoppen diesen einen Atemzug zu nehmen und mich im Moment zu korrigieren/die Reaktion zu entlassen habe ich eher darauf reagiert das ich noch reagiere was oft von dem Backchat begleitet ist „Ich muss noch mal darüber schreiben – ich muss da noch mal reinschauen …. Später“.



Dies ist eine Form von Aufschieben, denn anstatt mich in dem Moment anzuhalten, in mich zu schauen, mir die Reaktion zu vergeben/mich zu stabilisieren einen Atemzug zu nehmen und mich/den Punkt in diesem Moment zu lenken – schiebe ich meine Selbst-Anwendung und Korrektur auf...ich muss erst... schreiben …forschen und so weiter - und wie wir alle wissen: Später kommt nie. Es kommen wieder neue Dinge, neue Reaktionen, neue Momente und was nicht in diesem Moment gelenkt und ausgerichtet wird bleibt liegen und häuft sich an. Was in meiner externen Welt/Realität für Aufgaben, Arbeiten, Verantwortlichkeiten gilt – gilt gleichermaßen in meiner inneren Realität mit den Reaktionen, Gedanken, Backchats Verhaltensmustern – Es gilt für mich selbst und daran sehe ich, dass jeder Moment ein Potential zur Veränderung bereithält. In jedem Moment in dem ich sehe dass ich irgendwie reagiere, denke oder irgendetwas weniger als optimal mache – wenn etwas hackt oder ich sehe dass ich etwas besser machen könnte – wenn ich sehe dass ich anderen etwas mitteilen/kommunizieren könnte – habe ich die Macht und die Fähigkeit mich anzuhalten und mir den Moment Zeit zu nehmen eine bessere Lösung zu finden und umzusetzen – ich kann mir den Moment nehmen und einen Weg finden das was ich sehe auch zu formulieren, in Worte zu fassen und auszudrücken/zu kommunizieren, anstatt meiner Bequemlichkeit nachzugeben und nachzugehen indem ich den „alten Mustern folge“ obwohl ich sehe das/wie es besser geht oder das es so nicht optimal ist. So bestimme ich mich dazu in jedem Moment in Verantwortung zu übernehmen, der Schlüssel ist Gewahrsein.



Ich werde mich also weiter dazu pushen, meine Reaktionen direkt/sofort auszusortieren, zu stabilisieren und mir auch wenn ich reagiere Richtung zu geben und nicht jede Reaktion so ernst zu nehmen – die Punkte die wirklich Aufmerksamkeit benötigen erkenne ich daran dass sie länger und hartnäckiger im Bewusstsein hängen bleiben, und wenn ich z.B. Abends oder Morgens noch über einen Punkt von Vormittag/Tag zuvor nachdenke, ist es Zeit noch mal genauer hinzuschauen, zu schreiben und schriftlich Selbstvergebung anzuwenden.



Weiter sehe ich eine interessante Dimension, die damit zusammenhängt: Ich produziere Reaktionen auf Dinge/Personen die mich angeblich daran hindern zu tun was ich mir vorgenommen habe Selbst, um mich damit zu manipulieren Aufschub zu rechtfertigen wobei mein Selbst-Interesse Bequemlichkeit ist.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass ich energetische Reaktionen auf Personen/Dinge oder im Bezug auf Interaktionen/Kommunikation mit Personen in meiner Welt und Realität, die ich dafür beschuldige mich angeblich daran zu hindern was ich mir vorgenommen habe zu tun, selbst erschaffe um damit rechtfertigen zu können wieso ich nun nicht mehr tun kann, will und muss was ich mir vorgenommen habe und wieso es nun in Ordnung sei meine Pläne zu ändern und alten Gewohnheiten zu folgen und in Muster der Bequemlichkeit zu fallen.



Darin vergebe ich mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu hinterfragen wieso ich genau die gleichen alten Gewohnheiten wiederhole wenn ich mit Beschuldigungen auf andere Personen/Dinge reagiere die mich angeblich hindern zu tun was ich mir vorgenommen habe.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass ich mir selbst Richtung geben und meine Pläne weiter verfolgen kann SOBALD ich den Moment mit der Person/die neue/überraschende Situation so gut wie möglich gelenkt habe und dass ich nicht länger in irgendwelchen Reaktionen verharren muss wenn der Moment vorbei ist = Selbstsabotage.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich selbst und Momente mit anderen Personen/in physischer Realität zu sabotiere, indem ich auf „unerwartete“ Dinge/Personen/Anforderungen in meiner externen Welt/Realität mit Vorwürfen/Beschuldigungen reagiere, sie würden angeblich meine Pläne vereiteln/durcheinander bringen und so zu rechtfertigen/entschuldigen wieso ich der Person/dem Moment nicht meine volle ungeteilte Aufmerksamkeit und Teilnahme schenke, sondern in meinem Backchat „blame“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen warum „Blame wirklich Lame macht“ - denn sobald ich in einem Moment mit Beschuldigungen reagiere und daran festhalte, spalte ich mich in mir selbst und bin „weder hier noch da“ sage zwar „Ja, Ja, ja“ aber wünsche mir nur dass die Person/Situation schnell wieder „vorüber geht“ damit ich tun kann was ich „wollte“, dabei die Verantwortung für den Moment als mich abgebe und damit auch mein bestimmendes Prinzip, die Fähigkeit den Moment/die Person möglichst effektiv und zielgerichtet zu einer Lösung zu führen – was nur möglich ist wenn ich voll und ganz hier bin und teilnehme.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass die effektivste Möglichkeit mit „unerwarteten Ereignissen/Personen“ umzugehen, die ist dem Moment/der Person meine volle Aufmerksamkeit und Teilnahme zu schenken, den Moment in Einheit und Gleichheit als mich selbst zu lenken und je nach Dringlichkeit die Situation mit der Person zu kommunizieren – Darin sehe ich, dass in diesen Momenten wirklich heißt „Sich zu verlangsamen – um sich schneller/effektiver zu bewegen.“



Ich bestimme mich selbst dazu, wenn und sobald ich sehe dass ich andere Personen/Situationen dafür beschuldige warum ich nicht dazu komme zu tun was ich mir vorgenommen habe – zu stoppen und zu atmen – ich sehe nun dass diese Reaktion in keinster Weise gerechtfertigt oder praktisch ist, denn anstatt eine effektive Lösung zu bieten und zu leben, „lähme“ ich mich selbst durch meine Beschuldigungen/Vorwürfe/Reaktionen und akkumuliere Energien in meinem Körper – Ich sehe und erkenne dass dieses Muster nicht neu ist, sondern dass ich schon seit meiner Kindheit andere Kinder, meine Freunde, Umstände und Situationen als Ausreden, Begründungen und Rechtfertigungen benutzt habe um nicht meine Aufgaben machen und meinen Verantwortlichkeiten nachkommen zu müssen.

Reflexionen zum Muster von Aufschieben/Verzögern - Teil 2 - Tag 575

Blog-Nachtrag vom Sonntag den 28.09.2014
(Ich bestimme mich dazu das Posten von geschriebenen Blogs nicht aufzuschieben, sondern mich dazu zu bringen die Blogs direkt/am selben Tag zu posten)


Ok, heute ist wieder Reflexionstag – es ist eine Woche vergangen seit ich den Punkt von Aufschieben/Verzögern in einem Blog behandelt habe – und der erste Punkt ist ein „Urteil“, wieder verbunden mit dem Punkt „Dinge zu vergessen“. Denn wäre meine Aufmerksamkeit, nicht „zufällig“ auf den Blog von letzter Woche gebracht worden, hätte ich diese Woche „vergessen“ über den Punkt zu reflektieren.



Auf der anderen Seite, sehe ich dass der eigentliche Punkt von Vergesslichkeit bereits darin bestand, dass ich mich nicht dazu bestimmt habe einen festen Punkt/Termin und Rahmen für diese Reflexionen, als Selbst-Unterstützendes Muster zu etablieren – es war nur „im Gespräch“, erst in meiner externen Realität, dann beschloss ich den Punkt aufzugreifen – also den ersten Blog zu schreiben – und DACHTE NUR DARÜBER NACH dies als Routine jede Woche zu machen um diese Anwendung zu testen. Also:



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe „zu vergessen“, dass ich eigentlich wöchentlich den/einen bestimmten Punkt/Muster in meinem Blog reflektieren und mir selbt und anderen mitteilen wollte was/wie ich daran gearbeitet habe und wie meine Veränderung gelaufen ist.



Darin vergebe ich mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass es nicht eigentlich um ein „Vergessen“ geht, beziehungsweise dass Dinge wie „Vorhaben“ oder „Absichten“ oder „Pläne“ zu Änderung im Strom des Bewusstseins, den alltäglichen Gedanken und einfahrenen Gedanken- und Verhaltensmustern sehr schnell und einfach untergehen und überfahren werden – wenn ich nicht Triggerpunkte, feste Termine und im Physischen schaffe also die neuen Punkte/Verhaltensweisen/Aufgaben etc. mit dem Physischen verknüpfe also zum Beispiel sage und festlege „Sontag ist Blog-Reflexionstag – ich bestimme mich dazu den bestimmten Punkt in einem Blog zu reflektieren“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert zu haben mich sofort dafür zu verurteilen und zu beschuldigen, dass ich nicht daran gedacht habe und diesen Punkt wieder „vergessen habe“ - anstatt mir selbst zu vertrauen und mich zu unterstützen indem ich ein selbst-unterstützendes Muster der Reflexion etabliere und aus diesem „Fehler“ lerne – meine Lehren daraus ziehe, nämlich dass ich Dinge die ich ändern/einführen will, auch tatsächlich in meine physiche Realität und meine Shedules einplanen muss und am besten mit bestimmten Gegegebenheiten/Routinen der physischen/externen Realtität, so wie dem „Wochentag“ „der Uhrzeit“ „anderen Tätigkeiten“ etc, verknüpfen muss wie zum Beispiel „wenn ich Montag aus dem Bus steige gehe ich einkaufen“ oder „Nach dem Essen/Nachrichten schauen, wasche ich ab und räume mein Zimmer auf“ etc. - es reicht nicht bloß „darüber nachzudenken“ irgendetwas zu tun.



Ich bestimme mich dazu Dinge die ich ändern/einfürhen will, an Gegebenheiten der Physischen Realität festzumachen so dass ich automatisch daran erinnert werde/mich daran erinnere wenn und sobald der bestimmte Trigger für die Tätigkeit/Änderung aufkommt.



Ich bestimme mich dazu „neue“ Dinge/Punkte/Anwendungen die ich regelmäßig einführen und ausüben will, aus meinem Bewusstsein und Gedanken herauszuholen und in Form von Selbst-Unterstützenden Mustern und Punkten in meine Welt zu verankern, zu kreieren und manifestieren.



Ich bestimme mich dazu, jeden Sonntag meinen JTL-Blog der Reflexion eines bestimmten Punktes/Muster zu widmen, mit dem ich mich gerade im Prozess der Veränderung befinde.



Also ein Punkt den ich mit „Aufschieben“ letzte Woche gelernt habe, ist dass ich das „Aufschieben-Durchbrechen/Stoppen“ NICHT aufschieben darf. Ein gutes Beispiel war ein Tag an dem ich nach langen Aufschieben einen Anruf getätigt habe, von dem ich gesehen habe, dass er eine relative einfache, common Sense Lösung für ein Problem darstellt, dass ich in meinem Bewusstsein als Erfahrung erschaffen und manifestiert habe. Es ist schon interessant, denn wenn ich genauer hinschaue, sehe ich dass ich dieses „Problem“ vielleicht nur erschaffen habe, um zu rechtfertigen wieso ich einen anderen Punkt weiter aufschiebe und nicht anfange mich durch diesen Punkt zu bewegen. In einem Moment sah ich dass ich „jetzt“ anrufen könnte, und im Gleichen Moment, kurz dannach hatte ich diesen Wiederstand wie „Na, das kannst du auch später machen“ und einen Quantummoment in dem mir mein Bewusstsein zeigt was alles „dagegenspricht“ oder wieso ich besser später anrufen sollte – Die Indikation allerdings dafür nicht in/mit diesem Widerstand zu gehen sondern einen Atemzug zu nehmen und mich hindurchzubewegen ist eine Erfahrung von „Abschlaffen“/Aufgeben, fast wie ein „Abfallen der Energie“, eigentlich eine „negative Erfahrung“ vielleicht könnte man auch sagen es ist wie ein „Nachgeben oder Fallen in die eigene Faulheit/Bequemlichkeit/Stuckness“ wohingegen, wenn ich mich hindurchbewege, fühle/erlebe ich mich und was ich tue als „integriert“, einen „Durchbruch“, Vitalität.



Nun gut, ich machte also den Anruf und blieb weiter meiner Absicht treu, einige/eine bestimmte Frage zu klären und mit Hilfe einer vermittelnden Person und flexibler Kommunikation konnte die Frage beantwortet werden und es war als vielen gleich mehrere „Schleier“ von Form von „Ängsten und Vorurteilen“ ab beziehungsweise ich konnte mich hindurchbewegen indem ich stabil und offen im Moment blieb. Ich sehe erst jetzt dass es „Vor-Urteile/Urteile und Ängste waren“ die hier „abfielen“, in dem Moment war es nur eine befreiende und erfreuliche Erfahrung. Ich fühlte mich gut und ging wieder an die Arbeit, als kurz darauf eine Person mit bestimmten Fragen an mich herantrat und wieder konnte ich mich direkt und flüssig mitteilen und hatte Spaß daran mit der Person zu teilen was ich erlebt hatte und wie was ich tun würde – sie sagte dann dass sie die Dinge aufschreiben wolle und dass ich doch nun erst meine Sachen fertig machen solle und dann... - ich war in dem Moment nicht wirklich einverstanden damit und „stockte“ aber wusste auch nicht genau was nun die Beste Lösung dafür wäre – und ich sehe dass möglicherweise sogar/wieder meine eigenen Gedanken und Reaktionen auf die Worte der Person „Das meine Tipps/Formulierungen toll sind und sie es aufschreiben will“ dazu geführt haben dass ich den Punkt nicht sofort gelenkt und zu einer Lösung geführt habe. Ich wollte mich selbst wichtig und es besonders gut machen. Ich sagte „Ok, ich mach dass fertig und dann schreib ich dir etwas auf/zusammen“ - Was ich hätte sagen sollen/wollen ist „Hol dir Stift und Papier und schreib auf/notiere/wir notieren was du brauchst/willst“.



Offensichtlich konnte ich meinen Ausdruck in dem Moment nicht konservieren und ich hatte verschiedene weitere Punkte tun, wobei ich immer das Wissen mitschleppte dass ich den einen Punkt aufgeschoben habe – der ursprüngliche Moment wird von Gedanken und Reaktionen überlagert und dies ist wirklich „tödlich“ für effektiven Ausdruck, zudem wurde aus einer Kommunikation und Entwicklung der benötigten Punkte eine „Einmanshow“ ohne direktes Feedback aus Kommunikation mit der anderen Person. Der Punkt hätte komplett anders laufen können und innerhalb weniger Minuten erledigt sein können, hätte ich nicht reagiert sondern mir/der Person/Situation eine „Richtung“ gegeben – nämlich „Jetzt-Hier-Direkt-Fertig-Machen“. Lol


Sonntag, 18. Mai 2014

Ego und Schuldgefühle - Teil 1


Ok, hier habe ich einen ziemlichen Widerstand über den Punkt zu schreiben, wobei der Widerstand eine Art mürrisches Aufschieben und Hinausziehen des Punktes/des tatsächlichen Schreibens und der Selbst-Änderung ist obwohl ich „genau sehe dass was ich tue/akzeptiere und erlaube unakzeptabel ist“ und „aufhören muss“. Es ist interessant, denn im Grunde mache/manifestiere ich genau das, was ich in dem Punkt/Muster anderen vorwerfe: Er/sie/es ist schuld daran, dass ich nicht dazu komme/tue was ich mir vorgenommen habe/tun wollte – besonders auch im Zusammenhang mit „Verantwortlichkeiten“, was wie ich sehe im Zusammenhang damit steht dass ich „Verantwortlichkeiten“ als „Bürden“ und „Lasten“ empfunden und interpretiert habe.



Ich kann also feststellen, dass der der eigentliche Widerstand auch ohne „die andern“ existiert, die ich beschuldige. Eigentlich ist es nämlich so, dass ich mir insgeheim erhoffe dass mir „andere“ „meine Lasten“ abnehmen oder erleichtert hätten – ok, der Punkt um den ich hier herumreden will ist, dass meine Beschuldigungen/Ärger anderen gegenüber eine Rechtfertigung/Ausrede/Entschuldigung für meine Entscheidungen/Handlungen ist, z.b. das Aufschieben von Arbeit/Dingen die ich vorgenommen habe zu tun. Und es scheint sooo gerechtfertigt zu sein, denn es ist ja tatsächlich so dass manchmal Menschen zu mir kommen und mit mir reden wollen oder bestimmte Ansprüche stellen, was mich Zeit kostet und...lol wenn ich diese Punkte ausschreibe wird mir klar wie lächerlich und selbst-unehrlich das alles da in mir ist, wie ich absolut keine Verantwortung für diese Punkte/Muster in mir/meiner Welt übernehme und das Opfer spiele.



Ich habe gesehen, dass auch meine Freunde/Bekannten, bzw. meine Beziehungen mit ihnen „meine Verantwortung“ sind - die Lösung für meine Beschuldigungen ist also diese Verantwortung zu übernehmen und die Beziehungen/Kommunikation so zu gestalten/kreieren wie ich sie will und selbst-ehrlich vertreten kann als was für mich/alle am Besten ist.



Hier sehe ich, dass ich dazu erst mal die Schichten der Zeit von Selbst-Unehrlichkeit und vorprogrammierter Prägung dieses Beschuldigungsmuster durchgehen und abtragen muss.



Als ich noch relativ klein/jung war, war ich relativ gut darin mich selbst „unschuldig“ aussehen zu lassen und es so hinzudrehen oder mich so (ruhig) zu verhalten, dass meine Mutter/die Erwachsenen annehmen würden dass „ich nichts getan habe“ und „jemand anderes verantwortlich/schuldig sei“, wenn irgendetwas.



Ok der Punkt hier ist dass ich eigentlich will und nicht will mit der Person zu reden/sein – ich bin getrieben von geheimen Agenden – und das „ich will meine Veranptwortlichkeiten machen“ ist die von angst und Guilt getriebene Seite der Medaille – DER PUNKT ist dass ich beides „brauche“ und auch will, sprich soziale Kontakte/Quatschen/Reden usw UND Verantwortlichkeiten etc.



Ah, ok das Verhalten/Muster mich „unschuldig aussehen zu lassen“ und anderen – entweder direkt oder indirekt – die Schuld zu geben, erklärt wieso es mit starken Schuldgefühlen verbunden ist, wenn ich sehe/mich dabei erwische wie ich andere beschuldige oder/und als Ausrede verwende wieso ich etwas bestimmtes getan oder nicht getan habe – Nach außen gebe/stelle ich mich „unschuldig, unbeteiligt“ „Ich habe keine Ahnung“ während ich im selben Moment die Schuld und Reue in mir verleugne/unterdrücke und so ansammle – Und über die Jahre habe ich hier in mir ein massives Reserviour an Schuldgefühlen und angehäuft – für all die Dinge die ich getan habe/nicht getan habe und die Entscheidungen die ich getroffen aber für die ich nicht die VERANTWORTUNG übernommen habe – ohne dabei zu bemerken dass ich die Verantwortung davon sowieso TRAGE.



Dieses „an nichts Schuld sein zu wollen und die Verantwortlichkeit für meine Entscheidungen, Handlungen und deren Konsequenzen ist ein Selbsabotagemuster– denn im Grunde kann ich mit jeder negativen Konsequenz oder jedem Konflikt den ich schaffe, mich umdrehen und behaupten „ich bin nicht beteiligt/kann nichts dafür“ und um diesen Selbstbetrug aufrecht zu erhalten und zu rechtfertigen muss ich immer irgendjemanden beschuldigen.



Wenn ich noch genauer schaue, waren es (meist verbotene) „Wünsche/Begierden“, etwas das ich nicht haben konnte oder nicht machen durfte, durch die ich mich in die Situation brachte mich Schuldig zu fühlen – wobei dieses „schuldig fühlen“ den Punkt zeigt dass ich SCHON VORHER Wusste was ich da tue oder im Begriff bin zu tun, denn ich will es trotzdem.



Aus einer weiteren Perspektive ist Schuld eine Art Anpassungsmechanismus oder ein Mechanismus um in der Welt/Realität klar zu kommen – noch mehr um mit MIR und Teilen von mir „klar zu kommen“.