Posts mit dem Label Leben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Leben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. November 2019

Aufschieben, Verzögerung und Stagnation - Tag 652


Wow, einfach nur wow...dieses hier ist einer dieser wirklichen WTF punkte in die ich immer wieder “schlittere” oder hinein-dappe und dann stecken/hängen bleibe für eine ganze Weile, bis mir wieder klar wird “ICH muss mich bewegen”.

Ein lang-anhaltender Punkt von Unzufriedenheit und Frustration in meinem Leben ist der von mangelnder Bewegung und Aktion, einmal was die Kreation und Ausgestaltung meines eigenen Lebens betrifft, also meiner Lebensumstände und zum anderen meiner sozialen Kontakte und generell Aktivitäten...Ich verfalle so einfach in eine Art Lethargie und Untätigkeit einen Widerstand dagegen, die “Welt da draußen” zu erforschen und aktiv zu sein...wenn ich in diesem Punkt/Muster bin, scheint es auch total gerechtfertigt (weil aus irgendwelchen Gründen nicht anders möglich) nichts zu tun, zu ändern und einfach nur so vor-mich-hin-zuleben, wohl eher “vormichhinzuschieben”...alles was ich gern tun möchte/wollte wird irgendwie aufgeschoben, weggeschoben und nie wirklich gemacht.

Es ist nicht so, dass es mir an Phantasie fehlt – es fehlt die Umsetzung, die Handlung. Ich kann hier auch nicht hart mit mir selbst sein oder frustriert...bzw. Mich selbst strafend...es ist ein massiv eingefleischter Punkt/eingefleischtes Muster in meinem Leben und in der Tat ist es etwas “völlig neues” für mich mein Leben zu gestalten/kreieren.

Was zu diesem wiederkehrenden Muster von Aufschieben und Untätigkeit beiträgt ist, die kläffende Diskrepanz zwischen meiner Idealvorstellung und der Realität meines Lebens...und der Weg bzw. Die Schritte von denen ich sehe oder auf einer unterbewussten Ebene verstehe, das ich sie GEHEN muss, um das zu verwirklichen was ich als Potential sehe oder mir wünsche.

Es ist ziemlich interessant und extrem zugleich, denn es ist als habe ich “helle Momente” und das Gewahrsein davon was ich zu tun habe/tun kann und dann verfalle ich in “tiefe Umnachtung” und mir wird erst viel später wieder klar was der Punkt ist – sogar jetz in diesem Schreiben kommt der eigentliche Punkt erst jetzt raus:

Es ist meine Beziehung zu/mit Beziehungen. Ich habe mir noch nie in meinem Leben “selbst” einen Freundeskreis oder Bekannte/Freunde oder Beziehungen “gesucht” oder diese etabliert/kreiert und nur in sehr limitiertem Maße “gestaltet” - genau an diesem Punkt bin ich allerdings jetzt und auch seit etwa einem Jahr – bis jetzt waren die Beziehungen in meinem leben immer “einfach da” oder “haben sich ergeben” und ich habe in der Form damit interagiert, dass ich das ich die Leute und mich selbst so “gelassen/akzeptiert habe wie wir sind” - Das letzte stimmt nicht ganz, da sich dies mit meinem Prozess schon verändert hat über die Jahre, allerdings waren die Leute die ich kennengelernt habe und die zu Freunden wurden, entweder Kollegen oder Freunde von meiner damaligen Partnerin o. Freunden...

Es ist auch nicht so, dass ich keine Beziehungen oder Kontakte knüpfen kann...aber ich war nie/selten der Initiator von Freundschaften/Bekanntschaften...nun bin ich definitiv mit diesem Punkt konfrontiert, und es fühlt sich etwas/ziemlich hoffnungslos/verzweifelt an, da ich “keine Ahnung habe wie man so etwas macht”...beziehungsweise wie gesagt, war ich nie/selten der initiator und eher immer der der “abgeholt wurde”. Eine darin verschachtelte Dimension ist das ich wie gesagt auch in meinem “eigenen Leben” dazu zu neigen darauf zu warten das “etwas passiert” - es ist auch der Punkt an dem ich ANFANGEN muss, denn sonst können Beziehungen zu anderen leicht zu einer “Flucht” oder Versteck werden...was ich momentan aber nicht sehe...aber ich sehe diese Möglichkeit.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich als Außeinseiter oder Beobachter meines eigenen Lebens wahrzunehmen und zu erfahren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe immer wieder in Lethargie, Teilnahmslosigkeit und Apathie zu verfallen anstatt in meinem Leben gestalterisch tätig zu werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich einsam zu fühlen und unfähig Freundschaften oder effektive physische Beziehungen mit den Menschen in meiner Umgebung zu schaffen – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen dass in meiner Welt/Realität in Wirklichkeit einige Beziehungen sind die effektiv und cool sind – allerdings bestimmte Zwecke erfüllen und bestimmte Teile/Punkte in mir, ich reagiere weil es keine Beziehung gibt die bestimmte Teile/Aspekte von mir erfüllt die ich in Wirklichkeit selbst erfüllen muss/sollte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich gehindert zu fühlen mein Leben so zu gestalten wie ich es mir wünsche – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich mir nicht wirklich die Mühe mache, dies zu tun.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mein Leben aufzuschieben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe immer wieder in den Punkt Aufschieben und Prokrasitnation zu gehen und daran teilzunehmen, obwohl eins klar ist: Das Leben wartet auf niemanden und der Tod steht immer bevor.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe nicht zu sehen, erkennen und zu verstehen, dass Punkte/Situationen/Momente in denen ich meine Untätigkeit mit externen Punkte/Personen/Situationen begründe, zum Beispiel, dass ich erst auf sie/ihn warten sollte und noch nicht anfangen kann weil dies oder jenes angeblich noch nicht geht – so gut wie immer Illusionen sind durch die ich das Muster von Aufschieben/Prokrastination rechtfertige.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu warten und nicht praktisch tätig zu sein und zu werden, weil mir andere in einem Moment sagten, als ich sie um Rat bat, dass sie “es auch nicht wissen” und “die Person die es weiß ist jetzt nicht da” und kommt in einigen Wochen wieder.

Es gibt ein berühmtes Zitat von Mike Tyson das ich langsam anfange zu verstehen: “Jeder hat einen Plan, bis ich ihm ins Gesicht schlage”.

Es symbolisiert sehr schon die Diskrepanz zwischen “Mind/Bewusstseins-Realität” und “Physischer Realität” - Im Mind/Bewusstsein sieht alles einfach aus, geht schnell, ist ISTANTANIOUSLY hier – nur weil ich es “sehen kann”, doch etwas im Physischen zu tun/umzusetzen/machen ist eine andere Geschichte: Nicht das es umbedingt schwieriger wäre oder unangenehm – aber die beiden sind meist nicht kongruent, nicht vergleichbar, einfach weil Bewusstsein/Mind als GEDANKEN, Gefühle und Emotionen LIMIERT ist, und die unglaubliche komplexität des Physischen nicht erfassen, kalkulieren oder kalibrieren kann. In manchen Punkten hilft nur eins – die physische Erfahrung. Und die selbst-bestimmte Handlung, Selbst-Ausrichtung und Selbst-Meisterschaft darin – im Physischen.

Passend dazu, sah ich auch ein kleines Martial-Art Video über das “Phänomen”, dass derzeit sehr viele chinesische Videos von MMA Kämpfen auf Youtube auftauchen, in denen sogenannte “Kungfu-Meister”, hoch-dotierte, hochrangige Meister einer bestimmten, technischen Kampfkunst gegen Mixed-Martial-Art Kämpfer antreten und oft innerhalb kürzester Zeit K.O. geschlagen werden und zu Boden gehen – der Kommentator brachte die Ursache auf den Punkt: Die MMA Kämpfer sind trainierte Kämpfer, die mit tatsächlichen physischen Kämpfen und Wiederstands-training in Form von echten Kämpfen Erfahrung haben, wohingegen die “Kungfu-Meister” ihre Kampfkunst zwar perfekt beherrschen, aber nur “theoretisch”, ihnen fehlt die Erfahrung echter physischer Kämpfe in denen es rabiat und rücksichtslos zur Sache geht und tatsächlich zugeschlagen wird.

Dieses Muster von Scheinsicherheit in der eigenen Komfort-Zone wird dann zum Selbst-Läufer, weil man sich darin “wohl” und sicher fühlt und vermeiden will Erfahrungen von Unsicherheit, “Fehlern” und Anstrengung zu begegnen, die angeblich ausserhalb der Komfort-Zone lauern. Derweil bin ich nur wirklich lebendig wenn ich über die Komfort-Zone hinaus gehe und hier kommt die dimension des physischen hinein: Manchmal muss man etwas 10.000 mal MACHEN um es zu perfektionieren – manchmal muss man 10.000 mal gegen die Selbe Wand schlagen, bis sie einstürzt, und manchmal ist es viel einfacher...weil es nur (noch) ein einziges Mal braucht, weil man schon 9999 male hinter sich hat lol - das Physische/der Körper wird dem nicht müde, oder übertrüssig...das Herz schlägt jeden Tag, jeden Moment aufs Neue, immer wieder immer weiter – bis es nicht mehr schlägt...Deshalb fordere ich mich weiter dazu auf, jeden Tag zu tun was möglich ist um jeden Tag zählen zu lassen.


Mittwoch, 3. August 2016

21 Tage Blog Challenge - Tag 9: Wie sehe ich mich?

Heute werde ich den Blog nutzen um einem Punkt Beachtung zu schenken, den ich viel zu oft ignoriere und übersehe. Seit einiger Zeit habe ich in meinen Alltag immer wieder Phasen der Expansion und ja, man kann es schon Lebensfreude nennen. Diese Phasen haben einen direkten Zusammenhang mit dem was ich in meinem DIP-Pro durchlaufe und generell mit meiner Selbst-Anwendung. Sie sind das Ergebnis von Selbst-Arbeit und Veränderungen/Transzendenzen die ich an bestimmten Punkten mache.

Wieso freue ich mich mich morgens aufzustehen? - Ich habe täglich die Möglichkeit mich selbst zu “verbessern”, mein Potential zu entdecken und auszuschöpfen mich selbst in den alltäglichen Momenten/Situationen/Beziehungen effektiver zu machen und selbst zu bestimmen, Verantwortung zu übernehmen und sie zu leben. Ich “liebe” es mich zu erweitern und im Grunde auch diese kleinen Erfolge/Veränderungen die ich täglich machen kann. Ich mag mein Leben und wie sich meine Beziehungen entwickelt haben.

Dieser Aspekt meines Prozesses ist all den Problemen und Schwierigkeiten die in uns in/als Bewusstsein existieren bisher ziemlich untergegangen, beziehungsweise ich bin bisher sehr in all dem “Problematischen” und der Negativität in/an mir hängengeblieben und auch jetzt sehe ich gleich einige Bereiche wo ich das immer noch mache, ich gebe den Problemen/Schwierigkeiten mehr Beachtung als den Lösungen, den Punkten die ich verändert habe und die ich bewege. Doch sollte es in unserem Prozess nicht eigentlich darum genau darum gehen “die Lösung” zu leben und ein erfülltes, glückliches Leben zu führen?

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe den Problemen und Schwierigkeiten in mir, meinem Leben und meinem Bewusstsein mehr Aufmerksamkeit und damit Energie zu geben als der Tatsache, dass sich Dinge/Beziehungen in mir/meiner Welt ändern kann und dass ich mir bewiesen habe, dass ich Selbst die treibende Kraft von Veränderungs- und Transformationsprozessen in meinem Leben bin.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, wie ich mich selbst entmachte und viktimisiere wenn ich den Problemen/Schwierigkeiten die es in mir/meinem Bewusstsein/meinem Leben gibt mehr Aufmerksamkeit und damit Energie gebe als den Lösungen, ich verblende mich dadurch gegen die Tatsache das ich Lösungen finden und Dinge ändern kann – dass all diese Probleme eine Lösung haben und dass diese Lösung in mir ist – ich bin die Lösung für meine “Probleme/Schwierigkeiten”.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe das zu feiern was gut ist und großartig in meinem Leben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe meine tägliche Teilnahme in/an meiner Welt zu genießen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, permanent nach “Haken” zu suchen und jede Unstimmigkeit zum Anlass zu nehmen ein Problem oder eine Schwierigkeit darin zu sehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen wo und wie ich mich verändert habe und wie ich diese Veränderung weiterführen und zu einem Absoluten Durchbruch bringen kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe mich in meinen Erfolgen und meiner Expansion in gleichen Maße zu unterstützen, zu feiern und zu ermutigen wie in meinen Fehlern/Fehlversuchen und Rückschritten.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe mich selbst und mein Leben bedingungslos Wert zu schätzen.

Sonntag, 31. Juli 2016

21 Tage Blog Challenge - Tag 6: Was zählt?

Tag 6 – Was zählt?


Was zählt für mich? Was sind meine “Werte”? Was kommt dabei heraus wenn ich die Werte zusammenzähle?

Was zählt bezeichnet normalerweise das was ich “Wert” gebe und Aufmerksamkeit schenke, dass was für mich wichtig ist. Es ist interessant, denn es scheint so zu sein, dass ich mich in jedem Moment entscheiden kann was ich Wert gebe, was mir Wichtig ist und daher was “für mich” zählt. “Für mich” zählt, bedeutet ich sammle es als mich an, ich summiere es als mich auf (*)– Bin ich die Summe meiner gelebten “Werte”? Und sind Werte nicht auch Worte? - Worte kann ich definieren und redefinieren, ich kann Worte bestimmen die ich als mich leben will und werde und dadurch das,was für mich zählt.

(*) Bin ich etwa ein "Simmerer" (Summieret)?

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe mir gewahr zu machen welche Werte ich bewusst und unbewusst lebe und verkörpere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich selbst von dem Wort Wert zu trennen – worin ich mir vergebe, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen das ich es bin, der Worten einen Wert gibt und so eine Realität kreiert in der unterschiedliche Werte existieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass meine Werte das sind was ich ausleben und verkörpern werde.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass jeder Moment potentieller Moment der Wert-Schöpfung ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich meinen Beziehungen und alltäglichen Begegnungen Wert GEBEN und hinzufügen kann indem ich Worte in Gewahrsein lebe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich mich, meine Beziehungen, alltägliche Momente und so auch die Menschen mit denen ich interagiere bereichern kann indem ich meinen Beziehungen und Interaktionen, meiner Umwelt und den Erscheinungen darin WERT gebe indem ich Worte lebe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe jeden Moment in dem Gewahrsein zu leben und vom Ausgangspunkt zu handeln, mir selbst und meiner Welt/Realität den höchsten Wert zu geben indem ich Worte lebe die meine Wertschätzung, Achtung und Unterstützung für mich selbst als Leben ausdrücken.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe meine Werte zu hinterfragen, worin ich mir vergebe, dass ich mir nicht erlaubt habe mir zu vergegenwärtigen welche “Werte” ich automatisch auslebe und verkörpere ohne sie in Frage zu stellen oder zu verstehen wo sie herkommen, wie “Ehrlichkeit, Treue, Freundschaft, Höflichkeit, Tradition...” und so weiter.
Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass die mir weitergegebenen traditionellen Werte in erster Linie eine Identität als/von Bewusstsein aufrecht erhalten - “wer ich innerhalb einer sozialen Konstruktion” bin, der Familie, des Freundeskreises, der Dorf/Stadtgemeinschaft, dem Land, der “Menschheit” - aber nicht wirklich etwas über MICH selbst aussagen, nicht dem entsprechen was ich Selbst an/in mir mag, wertschätze und achte, unabhängig von allen/allem anderen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu erforschen und herauszufinden was meine Werte sind, was ich an/in mir wirklich mag und wertschätze.

Ich bestimme mich dazu zu erforschen, zu bestimmen und zu definieren was meine “Werte” sind um meinen Werten Worte zu geben die ich in Einheit und Gleichheit leben kann um mich und alle damit zu bereichern wer ich bin.


Interessant, wenn man auf Google für den Begriff “Werte” nach Bildern sucht, wird man schnell verstehen, dass auch die Allgemeinheit denkt: Werte = Worte

Samstag, 30. Juli 2016

21 Tage Blog Challenge - Tag 4: Komfortzonen und Behaglichkeitsbereiche


Mein Blog wird heute von Komfortzonen und Komfort oder Behaglichkeit handeln. Zunächst einmal, was ist Komfort, was ist Behaglichkeit? Ich würde es als eine Erfahrung und einen Zustand von mir selbst definieren wo ich mir (selbst) “sicher” bin, wo ich keine Angst vor Überraschungen haben muss und wo alles mit einer relativen Leichtigkeit und ohne Schwierigkeiten von Statten geht.

Ein weiteres Wort für “Comfortzone” ist im Deutschen “Behaglichkeits-Bereich”, Bereich bezeichnet auch einen Raum oder einen mehrdimensionalen Raum, also ein macht die Komfortzone den multidimensionalen Raum aus in dem ich mich sicher fühle und “ohne Schwierigkeiten oder mit Leichtigkeit bewegen kann”...alles was über diese Bewegungsraum hinausgeht ist – zumindest in meiner Vorstellung – mit Schwierigkeiten und/oder Anstrengung verbunden. Alles was sich “innerhalb” dieses Bereiches befindet habe ich mit einer positiven Energie/angenehmen Erfahrung verbunden und alles was über meine Komfortzone hinausgeht mit einer negativen Energie/unangenehmen Erfahrung. Dies gilt für meine Komfortzonen IN mir selbst wie für die in der externen Welt/Realität.

Daher die Tendenz in der Komfortzone bleiben zu wollen, es gibt einfach eine angenehmere/bessere Erfahrung und erzeugt ein fälschlicher Weise positives Selbst-Bild. Wenn man immer nur das Selbe macht, kann man sich leicht einreden ein Crack auf dem Gebiet zu sein und sich dann anhand dieser Selbst-Definition beurteilen, bewerten und definieren und auf Grund dieser Selbst-Definition wird man immer nur das machen womit man sich sicher ist und komfortabel fühlt, womit sich die Komfortzone sozusagen selbst erzeugt und aufrecht erhält.

Der Gegenpol zum Komfort und der Sicherheit in der Komfortzone stellt dann das Unbehagen und die Unsicherheit dar, dass sich einstellt wenn man über seine Grenzen hinausgeht das “Unbekannte” in irgendeiner Form – extern oder intern – betritt.

Ich sehe, dass mich der Punkt oder die Erfahrung von “Komfort-Zonen” in mehreren Bereichen in meinem Leben sabotiert und limitiert. Meine Teilnahme daran, das Leben in/als Komfortzonen behindert mein Wachstum, meine Ausbreitung und damit mein Potential zu leben. Ich denke, was mich wirklich an/in diesen Komfortzonen hält ist das “gute Gefühl”, die Erfahrung des Bekannten, der “Sicherheit”.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Komfortzonen oder “Behaglichkeitsbereiche” zu schaffen in denen ich mich scheinbar wohl fühle und mit Leichtigkeit ausdrücken kann.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass eine Komfortzone oder ein Behaglichkeitsbereich eine “Definitions-Sache” ist – ich definiere den Rahmen und die Bedingungen meiner eigenen Komfortabilität und Behaglichkeit, in Abhängigkeit von meiner externen Welt...zum Beispiel wenn ich etwas/jemand über längere Zeit kennen gelernt habe und weiß wie ich damit umgehen muss/kann, werde ich Komfortabel und sicher in mir selbst und erlaube mir dann auch diese Komfortabilität und Sicherheit zu leben und auszudrücken.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe dass meine Komfortabilität und Sicherheit davon abhängig zu machen ob und wie lange ich jemand/etwas kenne.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe um mich selbst zu fürchten und unbehaglich zu werden wenn ich jemanden/etwas nicht kenne – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass es in Wirklichkeit darum geht das “ich mich selbst IN dieser Situation oder MIT der Person nicht kenne” - durch die Komfortzonen bleibe ich also letztlich immer in SELBST-Unwissenheit/SELBST-Unkenntnis.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben, dass wenn ich jemanden/etwas schon länger kenne und kennen gelernt habe, weiß ich wie ich mich in der Situation verhalten muss und/oder kann abschätzen wie sich der andere verhalten wird, dass ich abschätzen kann wie sich jemand/etwas verhalten oder entwickeln wird und dass gibt “Mir” Sicherheit und “Komfortabilität” anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass dieses “mir” mein Bewusstsein ist - dass Abschätzen der Zukunft oder von möglichen Entwicklungen gibt DEM BEWUSSTSEIN Sicherheit und Komfortabilität, dass es “die Situation” und mich/die Wesen darin “unter Kontrolle hat”.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe eine positive Energie und angenehme Erfahrung damit zu verbinden wenn alles einfach, reibungslos, mit Leichtigkeit, ohne Schwierigkeit läuft und/oder ich mich nicht anstrengen muss um etwas zu machen oder zu erreichen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben Anstrengung und Schwierigkeiten oder Hindernisse sind ein Zeichen, dass ich “auf dem falschen Weg bin” und etwas mache, dass ich nicht machen sollte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich nur durch Schwierigkeiten und Herrausforderungen wachse und stärker werde.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass Schwierigkeiten oder Herausforderungen zu “Komfortzonen” oder Behaglichkeitsbereichen werden wenn ich sie gemeistert habe und durch sie hindurch gegangen bin – daher heißt es an keiner Komfortzone zu lange zu laben, die nächste kommt bestimmt, nach den nächsten Schwierigkeiten lol.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Komfort und Sicherheit zu suchen und Schwierigkeiten und Herausforderungen vermeiden zu wollen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe an Behaglichkeit und Komfort zu haften anstatt mich selbst-bestimmt weiter und darüber hinaus zu bewegen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich in einer Komfortzone zu fühlen als hätte ich etwas erreicht.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich von den Worten Sicherheit und Komfort zu trennen.

Ok, die Bedeutung laut Duden ist wieder mal zu geil:

Komfort: auf technisch ausgereiften Einrichtungen beruhende Bequemlichkeiten, Annehmlichkeiten; einen bestimmten Luxus bietende Ausstattung

komfortabel: mit allem durch technischen Fortschritt möglichen Komfort ausgestattet
keine Anstrengung verursachend; ohne Mühe benutzbar o. Ä.

Komfort basiert also auf “technischem Fortschritt”, was im der inneren Welt bedeutet “Komfort” und die “Komfortzonen” oder “Behaglichkeitsbereiche” sind direkte Ergebnisse/Outflows von Bewusstseinssystemen, oder genauer der Automatisierung bestimmter Beziehungen und Vorgänge mit/in der externen Welt/Realität durch Bewusstseinssysteme und -muster...das bedeutet, wenn man den Punkt von “Behaglichkeitsbereich” “erreicht” hat, hat man tatsächlich den größten Grad von “Kontrolle und Limitation durch das Bewusstsein” erreicht, alles läuft “automatisch, wie von selbst”.



Ich sehe, erkenne und verstehe nun, dass Komfortzonen und Behaglichkeitsbereiche weitere Auswüchse und Mechanismen im Repertoire von Kontroll- und Limitationtechniken des Bewusstseins sind und in keiner Weise etwas, das ich in mir/als mich verkörpern oder leben sollte – ich sehe, Komfortzonen führen zu Stagnation, daher bestimme ich mich dazu mir gewahr zu machen wann immer ich in einer Komfortzone bin, oder mich in einem Behaglichkeitsbereich befinde und erkenne/verstehe dies als Indikation, dass es der richtige Moment ist weiter zu gehen, über die Komfortzone hinaus. Ich stelle mich dem was mich dort erwartet in Einheit und Gleichheit. Ich nehme einen Atemzug, bewege mich durch den anfänglichen Wiederstand und bewege mich selbst als Gesamtheit in Einheit weiter.




Dienstag, 29. Dezember 2015

Worte: Unerwartet - Tag 614


Artwork: Agnieszka Dine Lewandowski
Im Zusammenhang mit der Erfahrung und Energie von Stress werde ich hier das Wort „unerwartet“ redefinieren.

Was ist meine derzeitige Definition und Beziehung zu „unerwartet“?

„Unerwartet“ ist etwas womit ich „nicht rechne“, etwas das ich nicht er-warte – es ist etwas ausserhalb meiner Erwartungen oder etwas das über meine Erwartungen hinausgeht.

Meine Beziehung zu dem Wort „unerwartet“ ist „negativ“, ich denke das etwas unerwartetes nicht passieren oder vorkommen sollte, denn es stört oder hindert mich daran meinem „Plan“ zu folgen.

Ich sehe, dass ich in der Vergangenheit im Grunde immer mit Angst auf etwas „Unerwartetes“ reagiert habe, so als sei es grundsätzlich schlecht und als könne ich nicht damit umgehen. Ich möchte „unerwartetes“ möglichst schnell wieder „loswerden“ oder beheben, damit ich zu meinem „erwarteten“ und projezierten Ablauf und Handlungen zurückkehren kann.

Die Tatsache ist jedoch, dass das Leben keine Rücksicht auf meine Pläne/Projektionen nimmt und vielleicht oder warscheinlich ist dies auch manchmal ganz gut so. Dinge passieren, die ich nicht vorhersehe oder erwarte und wenn ich darauf mit Angst und Stress reagiere, mache ich die Realität zum „Fremdkörper“, ich trenne mich von dem was tatsächlich hier ist – so wie es wirklich ist in dem Moment – und damit mache ich mich auch unfähig wirklich effektiv und verantwortungsvoll zu handeln in einem moment, denn ich werde von Angst gesteuert.

Das enthüllt diese Angst vor dem Unerwarteten auch als eine Dimesion von „Kontrolle“, ich fühle mich entmächtigt und „machtlos“ in Bezug auf „unerwartetes“, ich nehme unerwartetes als „Kontrollverlust“ war, was weiter die Illusion offenbart, dass ich denke/glaube ich hätte in meinem Kopf, meinen Vorstellungen und Plänen eine Form von Kontrolle und damit verbunden „Macht“ über die physische Realität oder andere.

Ich sehe, dass es immer wieder und dauernd „unerwartete“ Dinge, Situationen oder Momente mit anderen Personen geben wird und das es meine grundlegende Beziehung von Angst/Stress-Reaktion und Ablehnung/Abstoßung = Trennung von diesen unerwarteten Momenten ist, durch die ich mir Probleme bereite.

Die „unerwarteten“ Momente werden immer wieder vorkommen, also wieso sollte ich sie nicht lieber als mich selbst annehmen, sie mit Selbst-Vertrauen begrüßen, in der gewissheit dass ich für mich selbst dasein werde, anstatt automatisch mit Angst und Ablehnung darauf zu reagieren? Ist es nicht lächerlich und absurd auf alles unerwartete sofort und automatisch mit Angst zu reagieren?

Kann das „Unerwartete“, die unerwarteten Momente in meinem Alltag, von einer „lästigen Störung“ zu einer Tür von meiner selbst vorprogrammieren Vorstellungswelt in die physische Realität werden?

Der Punkt ist auch dass ich fürchte, dass mich etwas unerwartetes total „aus der Bahn wirft“ oder davon ablenkt was ich eigentlich mache oder machen wollte. Ich sehe, dass es eigentlich mehr meine eigenen Reaktionen sind die dann länger in mir nachhallen und mich ablenken oder stören, nach dem das eigentliche unerwartete passiert ist. Es geht also wirklich darum, wer ich in dem Moment bin wenn etwas unerwartetes passiert, dass ich eben nicht mit Angst darauf reagiere, sondern erst mal einen Atemzug nehme, mich verlangsame...es geht darum das „Unerwartete“ als mich selbst, in Einheit und Gleichheit, anzunehmen, als den Moment von Leben der hier ist...es geht darum gar keine Labels mehr zu vergeben wie „Unerwartet“ - es ist das was „hier ist“ - im Endeffekt geht es auch darum „keine“ Erwartungen zu haben, sondern leer zu sein, hier, empflänglich und bereit für das was hier ist.
Redefinition von „Unerwartet“: Ich sehe und erkenne nun, dass „unerwartet“ nur für das Bewusstsein existiert – wenn etwas unerwartetes passiert oder vorkommt mit dem ich nicht gerechnet habe nehme ich in Einheit und Gleichheit als mich Selbst an.Ich steige aus meinem Bewusstsein aus, nehme mir einen Moment und schaue was für Alle am Besten ist – ich lebe Selbst-Vertrauen und drücke mich in Übereinstimmung damit aus.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, dass Wort „Unerwartet“ mit einer Energie von Angst und Negativität zu verbinden und aufzuladen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert zu haben das „Unerwartete“ zu fürchten.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich mich in/durch die Angst vor dem Unerwarteten selbst limitiere.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und zu verstehen dass mir Angst, Panik und Stress in unerwarteten Situationen nicht weiterhilft, sondern mich blockiert.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe einzufrieren und zu stocken wenn etwas unerwartetes passiert – anstatt das „Unerwartete“ willkommen zu heißen und meine Reaktion darauf als Indikator zu sehen/erkennen, dass ich in meinem Bewusstsein bin und nicht hier in Einheit und Gleichheit mit dem Moment.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe immer alles kommen sehen zu wollen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass das „Unerwartete“ in einer Polarität zu dem steht was ich „erwarte“ - was also bedeutet, dass ich auch meine Erwartungen loslassen muss damit das Unerwartete seinen „Schrecken“ verliert.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu wollen dass alles immer so läuft wie ich es „erwarte“ und „erwartet habe“.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu wollen, dass das Leben/die Realität meinen Vorstellungen und Erwartungen entspicht und wenn nicht, reagiere ich mit Angst und Stress.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, Angst davor zu haben, die 'Kontrolle“ zu verlieren, wenn Dinge nicht so laufen wie erwartet und/oder etwas Unerwartetes passiert – anstatt zu sehen und zu erkennen das „ich“ keinerlei Kontrolle über die phyisische Realität habe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mit Angst, Stress und Panik zu reagieren wenn etwas „Unerwartetes“ passiert und in eine Erfahrung von „Ablehnung“ und Zurückweisung zu gehen, in der ich mich von der Realität des Momentes zu trennen versuche und alle möglichen Auswege und Umwege suche wie ich das „Unerwartete“ vermeiden oder aus dem Weg schaffen kann um möglichst schnell wieder zu meinem ursprünglichen Plänen/Projektionen zurückzukehren und auf diesem Weg meine „Erwartungen“ zu erfüllen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe meine Erwartungen und deren Erfüllung mit einer positiven Energie/Erfahrung zu verbinden und aufzuladen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mit „Unruhe“ zu reagieren und Ungeduldig zu werden, wenn etwas Unerwartetes passiert.

Ich bestimme mich während meines Tages, auch wenn ich meinen Routinen und Plänen folge, offen zu bleiben für das was tatsächlich passiert.

Da ich nun sehe, erkenne und verstehe, dass mich Angst, Unruhe, Panik und Stress eher blockieren und limitieren anstatt mir zu helfen, wenn etwas „unerwartetes“ passiert, stoppe ich mich in solchen Momenten und nehme einen Atemzug. Ich lebe die Worte „Ruhe“, Selbst-Bestimmung und Lösung.

Wenn und sobald ich sehe, dass etwas „unerwartetes“ passiert und ich in eine Reaktion von Angst, Stress und Panik gehen will – atme ich und stoppe mich – anstatt in Angst zu verfallen, lebe ich die Worte Ruhe, Gelassenheit und Sanftmut.

Wenn und sobald ich sehe, dass ich etwas „Unerwartetes“ ablehne oder zurückweise, atme ich und stoppe mich – ich sehe und erkenne mich als Eins und Gleich mit dem Moment und dem was gerade passiert – ich atme den Moment ein, bringe mich/meinen Ausgangspunkt damit in Übereinstimmung was für Alle am Besten ist und treffe eine Entscheidung wie ich mich in und als diesen unerwarteten Moment lenken werde.

Wenn und sobald ich sehe, dass ich dass Wort „Unerwartet“ mit Angst oder Negativität verbinde oder auflade – atme ich und stoppe mich – ich entkopple und entlade die Energie und das Wort. Ich atme.

Ich bestimme mich dazu meine längerfristigen „Erwartungen“ loszulassen und klare und deutliche Erwartungen im Kontext meines tagtäglichen lebens zu formulieren, also z.b. was erwarte ich morgen von mir selbst.


Sonntag, 12. Juli 2015

Die Bestimmung des Lebens - Prinzip 2 - Tag 607

Dieser Blog ist Teil einer Reihe in der ich über die Prinzipen schreibe, an denen ich beschlossen habe mein Leben auszurichten. Den Referenz-Blog findet ihr Hier.



Ich lebe nach dem Prinzip das Beste für alle – und richte meine Gedanken, Worte und Taten so aus, dass sie immer und in allen Formen zum bestmöglichen Ergebnis für alle führen.


Was bedeutet es, nach dem Prinzip das beste für alle zu leben? Es heißt, prinzipiell, also grundsätzlich, das zu tun, was nicht nur für einen Selbst, sonderen für Alle beteiligten am Besten ist.

Theoretisch ist dies ziemlich einfach, hat man einmal verstanden, dass es praktisch auch das Beste für einen Selbst ist, das zu tun was auch für alle andern das Beste ist. Praktisch ist es jedoch eine ganz andere Geschichte, denn wie oft scheint es selbst und gerade bei Kleinigkeiten „über den eigenen Schatten zu springen“ fast unmöglich sich in einem Moment sich anzuhalten und zu ändern obwohl man sieht, dass man in einer egoistischen Postion ist und rein selbstsüchtig und eigennützig handelt.

Was ist es das uns daran hindert immer so zu handeln und zu leben, wie es für alle und damit uns selbst – den ALLE schließt UNS SELBST mit ein – am Besten wäre? Selbst-Interesse.

Selbst-Interesse sind meine Energien, meine Glauben, meine Definitionen, mein Selbstbild, mein Besitz und Bessessenheiten, meine Gedanken, meine Ideen, meine Vorstellungen, mein Weg, mein Wille, meine Befindlichkeiten, meine Ängste und Wünsche und so weiter – untersucht man all diese „Dinge“ wird man feststellen, dass sie eine Gemeinsamkeit haben, sie sind nicht „real“ sind nicht substantiell, es sind energetische Konstrukte von Bewusstsein, flüchtige Schatten wie wir in und als uns akzeptieren und durch unsere TEILNAHME beleben und ausleben, dabei speisen sie sich und wir sie durch unsere Körper – Unsere Lebendige Substanz wird in Energie umgewandelt um eine Illusion zu erzeugen – unsere „eigene Matrix“.

Es erscheint als „Verlust“ in einem Moment Teile dieser Scheinwirklichkeit aufzugeben, da wir uns durch und durch damit identifiziert haben. Hier kann ich die Dimension der Angst meinen Verstand und/oder mein Bewusstsein zu verlieren adressieren.

Um meine Gedanken, Worte und Taten so auszurichten, dass sie immer zum bestmöglichen Ergebnis für alle führen – muss ich mir zunächst einmal gewahr werden und sein, dass ich meine Gedanken, Worte und Taten ausrichten und lenken KANN – dies setzt voraus dass ich mir meiner Gedanken, Worte und Taten = mir und meiner Handlung in der Internen und externen Realität gewahr werde und bringt mit sich die VERANTWORTUNG für meine Gedanken, Worte und Taten. Dabei muss die Verantwortung bei den eigenen Gedanken anfangen, denn Gedanken werden gesprochene Worte und gesprochene Worte führen zu den Handlungen durch die man seine Welt kreiert.

Was heißt „immer und in allen Formen“ hier? Ich sehe es so, dass es verschiedenste Formen von „Gedanken“ oder „internen Gesprächen“ im Bewusstein gibt, eine energetische Erfahrung, eine innere Anspannung ist für mich eine Form von „Gedanke“ oder Denken wie eine offensichtliche Formulierung wie „Ich will, dass nicht anziehen...steht mir absolut nicht!“ - wenn man die Anspannung hier her bringt, öffnet und untersucht, kann man sie in Worte fassen – oder besser gesagt kann man die Worte sehen/wahrnehmen aus denen man sie aufgebaut hat. Es gibt diverse Formen von „Worten und Handlungen“ und die Ausführungen dazu würden den Rahmen dieses Blogs sprengen, man vergegenwärtige sich nur die unterschiedlichen Formen von verbaler Kommunikation, vom morgenlichen Plausch, über Streitgespräche bis hin zu Bundestagsdebatten und wahrscheinlich noch viel mehr Formen von Handlungen, was damit geginnt wie ich aufstehe, mir die Zähne putze, was ich esse, wie ich Sport mache, wie ich lerne und studiere, wie ich schreibe, wie ich mit meinen Mitmenschen umgehe...alles was ich mit meinem Körper tue – wie ich HANDle – mit meinen Händen, mit und durch meinen Körper baue ich meine Welt auf.

Der letzte Abschnitt „...zum bestmöglichen Ergebnis für alle führten“ weißt mich auf ein „Schönes Missverständnis“ hin, durch dessen Klärung ich gleichzeitig die vorher angesprochene Angst ausräumen kann mein Bewusstsein/Verstand zu „verlieren“ wenn ich mein Selbst-Interesse stoppe und dass tue und lebe was für alle am Besten ist: Es geht nicht darum meine Gedanken, Energien mein Bewusstsein einfach „zu stoppen, zu löschen“, so dass „nichts mehr da ist“ und ich bin einfach ein leeres Blatt und weiß nicht mehr wer oder was oder wo ich bin, ich muss anstatt meines Bewusstseins eintreten und mich als meine Gedanken, Worte und Taten ausrichten, ausdrücken, mich selbst leben – eins und gleich was zum bestmöglichen Ergebnis für alle führt.

„Ich“ werde nicht „verschwinden“, sondern im Gegenteil werde ich zum ersten Mal handlungsfähig, selbstständig und real tätig – wo sonst mein vorprogrammiertes Bewusstsein automatisch für mich – mit meiner Zustimmung – gedacht, gesprochen und gehandelt.

Die Ergebnis-Orientierung ist ein entscheidender Punkt hier, denn durch die Frage nach dem bestmöglichen Ergebnis kann ich mögliche „Verwirrung“ oder Selbst-Manipulation/Selbst-Betrug wie „Ich weiß/sehe nicht was in dieser Situation am Besten wäre“ ausräumen. Allein das Orientieren am bestmöglichen Ergebnis hilft einem bereits, sich aus einem Moment von „Bessessenheit“ oder Egoismus herauszubringen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Angst davor zu haben mein Bewusstsein zu verlieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Angst zu haben meinen Verstand zu verlieren wenn ich meine Gedanken stoppe, ändere und mich grundsätzlich danach ausrichte was für alle am Besten ist.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Angst davor zu haben meine Gedanken, Worte und Handlungen grundsätzlich und immer dannach auszurichten was für alle am Besten ist, in der Angst mein Eigeninteresse zu verlieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Wert auf mein Eigeninteresse zu legen in Trennung von mir selbst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, den Gedanken, Energien/Gefühlen und Emotionen, Erfahrungen in meinem Bewusstsein Wert zu geben, in Trennunng von mir selbst, und sie mir Mich Selbst zu halten – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen dass ich hier bin, derjenige der dies macht und erfährt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, dass mich Angst als Bewusstsein davon abhält in kleinen und größeren Momenten das zu entscheiden, zu tun und zu leben was zum besten Ergebnis für Alle führt.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben mein Bewusstsein ist wer ich bin.

Wenn und sobald die Angst mein Bewusstsein zu verlieren in mir aufkommt – atme ich und stoppe mich – ich atme bis die Angst verflogen ist und bleibe hier im Atem.

Wenn und sobald ich sehe, dass eine Angst meinen Verstand zu verlieren, wenn ich meine Gedanken, Gefühle und Emotionen stoppe in mir aufkommt – atme ich und stoppe mich – ich sehe, dass diese Angst das Bewusstsein selbst ist – ich bringe mich hier her zurück in den Körper und atme bis die Energie nicht mehr ist.

Ich bestimme mich dazu zu zeigen, dass Eigeninteresse keinen Wert hat, wenn es nicht gleichzeitig für alle am Besten ist.


Ich bestimme mich dazu zu realisiern und zu zeigen, dass ich nicht (nur) mein Bewusstsein bin, sondern Eins und Gleich mit allem Leben hier. 

Mittwoch, 27. August 2014

Selbstvergebung Land/Stadt - Tag 559




Ich vergebe mir selbst, dass ich akzeptiert und mir erlaubt habe mich als „Landmensch“ und „Naturbursche“ zu definieren.



Ich vergebe mir selbst, dass ich akzeptiert und mir erlaubt habe zu denken und zu glauben „ In der Stadt gehe ich ein“.





Ich vergebe mir selbst, dass ich akzeptiert und mir erlaubt zu haben zu denken „Ich hasse Städte, ich hasse München, ich mag Städte einfach nicht“, und dafür, dass ich akzeptiert und mir erlaubt zu haben, diesen Gedanken einfach automatisch ungeprüft als mich selbst zu akzeptieren ohne zu erforschen und herauszufinden was sich dahinter versteckt.



Ich vergebe mir selbst, dass ich akzeptiert und mir erlaubt habe Angst vor großen Städten zu haben.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und mir erlaubt habe eine Erfahrung von Bedrückung, Stress und Verlorenheit mit München/dem Münchner Bahnhof zu verbinden und Gedanken wie „ich mag dass nicht – ich hab hier nichts verloren – dass ist nichts für mich“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und erlaubt habe mich von mit selbst als Leben als große Bahnhöfe als große Städte zu trennen,indem ich zugelassen und mir erlaubt habe Städte mit einer emotionalen Erfahrung von Verlorenheit, Einsamkeit, Bedrückung und Stress zu verbinden in Trennung von mir selbst. Darin vergebe ich mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe nicht zu sehen und zu erkennen, dass ich daher oft in Städten in einen Tunnelmodus gehe und versuche „schnell schnell wieder raus zu kommen“ um dieser Erfahrung von Angst, Bedrückung, Stress, Unruhe und Verlorenheit zu entgehen.







Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Städte als Gefährlich und Bedrohlich zu definieren – ohne darin zu sehen und zu erkennen, dass ich es darin genau anders rum mit dem „Großstadtdschungel“ und der „Betonwüste“ mache, wie Menschen die aus der Stadt kommen und den Urwald oder die Berge fürchten – die Angst vor dem „Unbekannten“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe meine Umwelt als mich Selbst kennen zu lernen – darin vergebe ich mir selbst, dass ich akzeptiert und erlaubt habe zu denken und zu definieren dass man dass Wort Umwelt wohl kaum auf die Stadt anwenden kann, da es keine „Natur ist“, und alles stinkt und verdreckt ist.



Ich vergebe mir selbst, dass ich akzeptiert und mir erlaubt habe zu denken und zu glauben, dass Städte „doof“ sind.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen, dass meine Angst vor und Erfahrung von Bedrückung, manchmal grenzend an Klaustrophobie, in Wirklichkeit genauer die mit Angst/Panik verbundene Vorstellung ist „Allein in der/einer Stadt zu sein und keinen zu kennen“ - darin vergebe ich mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, dass die Angst vor Städten in meinem Bewusstsein in Wirklichkeit eine Angst „vor Menschen“ ist – wobei ich mich in der ultimativen Opferrolle, als einsam ausgesetztes armes Opfer sehe, dass alle andern (Menschen) gegen mich hat. Unsicherheitskonstrukt.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen dass ich größere Städte, oder Städte die ich nicht kenne mit dem Konstrukt von Unsicherheit in meine Bewusstsein verbunden habe – was damit die akkumulierten/gespeicherten Ängste in meinem Bewusstsein aktiviert und einen Haufen Energien für mein Bewusstsein generiert welche Überholte Persönlichkeits- und Selbst-Definitionsmuster meiner Kindheit speisen, die in mir als-ich einen permanenten (unterbewussten, unterdrückten) Widerstand gegen meine momentane Umwelt und Lebenssituation erzeugen.



Ich erkenne mich selbst als Mensch und als Leben – nicht mehr und nicht weniger – und bestimme mich dazu mich von allen künstlichen Definitionen, Vorstellungen, Glauben zu befreien.



Ich sehe, erkenne und verstehe, dass „In der Stadt gehe ich ja ein!“ ein Glaubenssatz ist der in mir eine Erfahrung von Limitation und Selbst-Herabsetzung/Verniedlichung hervorruft in der ich mich in die Opferrolle versetze. Ich sehe, dass ich nicht der ursprüngliche Schöpfer dieses Gedanken/Glauben in mir bin – ich habe ihn nur von jemandem der schon vor mir hier war angenommen/adoptiert und dann von meinem Bewusstsein gegLAUBt. Ich werde nicht mehr länger die Gedanken/Glauben vergangener Generationen/Leben ausleben – Ich entlasse den Gedanken/Glauben von meinem Wesen und realisiere mich als atmende lebendige Gegenwart.



Ich sehe, erkenne und verstehe, dass mein Hass gegen München/Städte tatsächlich von Selbst-Urteilen herrührt.



Ich verpflichte mich dazu die scheinbare Angst vor Städten in mir zu entlarven und von meinem Wesen zu entlassen – so wie durch neue Lebenweisen und lebendige Worte zu ersetzen.

Wenn ich sehe, dass ich in eine emotionale Erfahrung von Bedrückung, Stress, Verlorenheit, Angst und Unruhe gehe wenn ich in einer Stadt/Städten bin – atme ich und stoppe mich – ich verlangsame mich atme hier und nehme meine UMWELT bewusst war. Ich sehe, dass diese Erfahrung von Gedanken/Urteilen/Definitionen in mir hervorgerufen wird und daher unterstütze ich mich in dem ich mir diese Gedanken/Urteile klar/gewahr mache und mir selbst vergebe in diesem Moment, dass ich mir erlaubt habe mich durch diesen Gedanken von Leben zu trennen.



Ich sehe und erkenne, dass meine Definitionen von Stadt = gefährlich/bedrohlich vor allem auf einer Angst vor dem „Unbekannten“ basieren.



Ich bestimme mich selbst dazu die Stadt als mich selbst, in Einheit und Gleichheit, kennen zu lernen und Unbekanntes nicht als Anlass zu Angst sondern als Möglichkeit für Abenteuer und Forschung zu erkennen – wo ich einen Teil von mir Selbst kennen lerne/erforsche.



Ich bestimme mich dazu, nicht mehr länger von mir selbst zu akzeptieren mich durch Urteile und Gedanken von der lebendigen Gegenwart, vom gegenwärtigen Moment zu trennen – ich sehe, erkenne und verstehe, dass es die gleiche Substanz ist, die Brücken, Autos, Geschäfte, Bäume, Sträucher, Tiere und Abgase aufbaut – wer bin ich gegen diese Teile zu urteilen? Es geht nicht darum die einzelnen Dinge zu verurteilen oder dagegen zu reagieren, selbst wenn sie folgenreich und nicht das Beste sind oder meinen Vorstellungen davon entsprechen was am Besten wäre – denn erstens sind viele von den Punkten auf die ich hier reagiere einfach persönliche Punkte mit denen ich in mir selbst nicht Eins und Gleich stehe, für die ich keine tätige Verantwortung übernommen habe oder Dinge die ich mir selbst Verboten habe nun aber um diese Selbst-Verleugnung aufrecht zu erhalten/rechtfertigen in der Außenwelt verurteile – oder Dinge die re-arrangiert und umgestaltet werden können dass sie für mich/alle von großem Nutzen sein können. In jedem Fall entmachte ich mich mich selbst, wenn ich reagiere und mich so (scheinbar) von den Dingen trenne, anstatt in Einheit und Gleichheit Verantwortung zu übernehmen.



Ich verpflichte mich selbst zu zeigen dass und wie Städte so gestaltet werden können, dass sie Leben in seinen diversen Formen unterstützen, berücksichtigen und erhalten – und dazu Ansätze/Menschen/Projekte zu unterstützen die ich dies tun/damit übereinstimmen sehe.





Ok, hier mache ich nächstes Blog mit Selbstvergebung weiter, zunächst aber nach einige praktische Ankerpunkte an denen ich meine Verhaltensänderung im Physischen festmachen kann:



Generell habe ich bemerkt, dass ich versuche mich von meiner Umwelt abzuschirmen und dass ich sie nicht im Detail wahrnehme. Es fällt mir „schwer“ wirklich „nach vorne zu schauen“ mich umzuschauen und mit meiner Umwelt hier zu sein. Auch gehe ich relativ selten raus, nur wenn ich muss oder etwas brauche, zu allem anderen muss ich mich zwingen/überwinden.



Anweisungen zur Verhaltensänderung:

  • mehrfach täglich aus dem Haus gehen, draußen Zeit verbringen
  • mich wirklich verlangsamen wenn ich rausgehe, mich öffnen, die Umgebung und Menschen im Detail betrachten.
  • Ich sehe, dass „es fällt mir schwer“ hauptsächlich die Urteile und emotionalen Reaktionen, Gedanken sind die in mir selbst im Bezug auf die Umgebung/Stadt oder einzelne Teile davon aufkommen oder aufgekommen sind, die ich aber unterdrücke → hier sehe ich die Lösung darin meine Gedanken/Urteile usw. in Echtzeit zu begegnen, stoppe, und/oder im Schreiben durchzugehen – sowie diesen Punkt als Crossreference zu verwenden.
  • Für eine Woche keine Ohrstöpsel wenn ich raugehe (MP3)



es gibt noch mannigfaltig mehr mehr Möglichkeiten und damit herum zu experimentieren...