Mittwoch, 20. August 2014

Man lernt nur für sich selbst - Tag 554


Ich habe bemerkt, dass ich einen definitiven Widerstand habe, gegen alle „reflektiven Tätigkeiten“ in meinem Tagesablauf oder den einzelnen Aufgaben oder Projekten die ich mir vorgenommen habe.

Dieser Punkt kam vor einiger Zeit bereits mit dem Editieren von Texten auf und wurde mir wieder gewahr nachdem ich mir vorgenommen habe eine bestimmte Struktur für Aufgaben/Projekte auszutesten. Wo ich früher sehr viele Dinge/Aufgaben gleichzeitig angefangen habe ohne kaum etwas davon fertig zu machen, habe ich gesehen, dass dies teilweise daran liegen kann, dass ich mir weder konkrete Ziele noch Schritte zur Erreichung dieser Ziele vorgegeben habe. Deshalb habe ich nun damit angefangen!! die Aufgabe/Projekte durch zu strukturieren in: Projekt, Ziel, Zeitrahmen, Schritte – und einer der Schritte zur Erreichung des Ziels „eine vorzeigbare Beschreibung der Anlage“ zu erstellen, war es mein Geschriebenes durchzulesen und zu verbessern.

Mit diesem Schritt kam dann eine Erfahrung von Lustlosigkeit, Widerstand und Widerwillen in mir auf. Ich beginne nun zu sehen, wie ich mich dadurch multidimensional sabotiere und limitiere. Es scheint ein Widerstand dagegen zu sein „Dinge zum Abschluss zu bringen“, dessen Ursprung ich in der Beziehung zum  Bildungssystem sehe – der Angst meine Arbeit zur Bewertung abzugeben und darin, dass ich nie wirklich die Verantwortung übernommen habe dies (Bewertung) Selbst-ehrlich selbst zu tun, was eine weitere Dimension der Selbstsabotage aufzeigt:

Da ich mich und meine Arbeit nicht selbst-ehrlich einzuschätzen weiß (lüge) erschaffe ich die Wahrnehmung/Interpretation dass mich „immer andere bewerten/beurteilten/einschätzen“ und da dies gegen mein Wesen geht rebelliere/kämpfe ich gegen diese selbst-erzeugte Wahrnehmung. Und daraus die Wahrnehmung und der Gedanke dass ich „dass alles nur für/wegen anderen mache(n muss). Ich meine, dieser Punkt enthält eine Trennung in der ich mich als „Individuum“ von allem und jedem absondere und daher ein Missverständnis darüber wie Leben wirklich funktioniert.

Obwohl ich den Satz „Man lernt nur für sich selbst, und niemanden sonst“ als Kind häufig gehört habe, war es mir schleierhaft wo der Sinn darin sein sollte, denn aus meiner Perspektive lernte ich klarer Weise für die Schule, nur weil ich musste, weil ich es gesagt bekommen habe. Für mich waren diese Worte mehr wie ein sarkastischer Scherz den die Erwachsenen mit den Kindern/Jungen hatten, irgendwie auch um sie/uns zu verhöhnen und sich selbst als diese erhabenen, weisen Gestalten darzustellen. Interessant, denn genau dass - diesen wahrgenommenen Hohn/Spott - ist es was ich in mir selbst „zurückgab“, wenn ich mich in mir selbst „umdrehte“ und mit dem Gedanken „Ja, du mich auch...“ abwandte.

Ok, im nächsten Blog werde ich diesen Punkt weiter erforschen und/oder mit der Selbst-Vergebung anfange...


doch einen Punkt habe ich noch: Ich sehe wie/das ich in diesem Muster „andere/die Realität“ als „Spiegel“ missbrauche um mir durch manifestierte Konsequenzen zur Reflexion und (Kurs-)Korrektur zu zwingen. Darin bin ich in keiner Weise selbstbestimmt, sondern mind-gesteuert.

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