Mittwoch, 29. Oktober 2014

Laufe ich vor mir weg oder hinter mir her? - Tag 581


Auszug: Reflexionen zum Muster von Aufschieben Teil 1

-"Ok, hier habe ich einen interessanten Punkt in meiner Rechten Wade, ein Ziehen und wenn ich mich frage was es ist sehe ich dass ich auf die Personen/Dinge reagiere die ich als Hindernisse für meine Pläne/was ich mir vorgenommen habe zu tun, sehe da ich von einem Ausgangspunkt von Selbsturteilen und Angst operiere. „Ich muss dass schaffen/durchziehen“ kommt auf, was an sich bereits ein Gedanke von Widerstand und Trigger für Aufschub ist"-



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe einen Punkt an meiner rechten Wade zu kreieren und zu manifestieren, wo meine Selbst-Urteile, meine urteilenden Gedanken körperlich werden – darin vergebe ich mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, diesen Punkt in meiner Wade von Selbsturteilen als Stress, als Antrieb, als Angst um meinen Job/Einkommen/Überleben zu kreieren und manifestieren als Motivation, als Karotte am Stecken als „Zuckerbrot und Peitsche“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, meine Selbst-Urteile und Urteilenden Gedanken auf andere in Trennung von mir selbst zu projizieren und sie in meinem Bewusstsein als Trigger für Selbst-Urteile zu missbrauchen in dem Ich mich vergleiche.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben ich muss schnell, schnell, schneller machen und tun – ich muss es schaffen... ich muss alles schaffen was „ich“ mir vorgenommen habe – anstatt zu sehen und zu erkennen dass mir das was „ich mir vorgenommen habe“ (ich habe eine Entscheidung getroffen es als mich anzunehmen und zu ver-folgen) von meinem Bewusstsein vor-gegeben wurde.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben „Ich muss es schaffen“ - wobei ich im Wesentlichen auf die Vorstellung Bezug nehme einen bestimmten Status/Job in diesem System zu erreichen, beziehungsweise auf die Vorstellung davon einem bestimmten Idealbild von Mir in meinem Bewusstsein zu gleichen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und mir in absoluter Selbst-Ehrlichkeit gewahr/bewusst zu machen dass ich immer noch versuche mein Idealbild von mir selbst, in meinem Bewusstsein, in diese Welt zu bringen/real zu machen – was im Gegenzug heißt dass ich alles in mir ablehne, verurteile, unterdrücke, verleugne und BEKÄMPFE was meinem wahren Selbst entspricht, was wiederum bedeutet dass ich mir selten/nicht den Dingen in mir Stelle und annehme die Aufmerksamkeit und Veränderung bedürfen wenn ich meine Ideen von einem besseren Selbst wirklich machen will.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe dass ein Gedanke „Ich muss das Schaffen/durchziehen“ in mir aufkommt und existiert , worin ich mir vergebe dass ich zugelassen und akzeptiert habe, mich durch diesen Gedanken von dem was ich „schaffen“ oder „durchziehen“ will zu trennen und mich selbst zu entmachten, mir jeglichen wahrhaften Ansatzpunkt zu nehmen, denn nun existiere ich in einer Vorstellung/Projektion/Idee davon was ich tun will und wie es laufen soll/muss in meinem Bewusstsein und wenn diese Vorstellung nicht den Gegebenheiten/Tatsachen in physischer Realität einspricht – reagiere ich und füttere die Illusion noch weiter.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass ich mich durch die Beziehung von „ich muss“ wirksam von der Tätigkeit „schaffen" = kreieren trenne - und darin vergebe ich mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen und zu erkennen dass ich immer wenn ich denke „Ich muss das/etwas schaffen“ praktisch versuche „Luftschlösser“ zu bauen, und in eine neurotische Betriebsamkeit verfalle um etwas real zu machen was nur in meinem Kopf existiert und in keiner Beziehung zu den tatsächlichen Gegebenheiten oder Anforderungen steht.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Punkte von Verantwortung in mir selbst/meinem Bewusstsein oder meiner physischen Realität/meinem Leben aufzublähen und zu massiven und scheinbar riesigen Auf-wänden und Leistungen zu machen – das typische Don-Quichotte-Syndrom – und sie so als viel mehr und schwieriger erscheinen zu lassen als sie sind in der Anbetracht/Realisation dass ich immer nur EINEN Moment Hier habe und immer nur mit einem Moment umgehen kann und muss, dass ich mich immer nur in/als diesen einen Moment lenken kann.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe auf die scheinbaren Aufwände und Leistungen zu reagieren und davor zurück zu schrecken und zu weichen die mir mein Bewusstsein manchmal vorstellt wenn ich etwas tun will oder muss und dann in den (körperlichen) Widerstand zu fallen und das Aufschubsystem zu aktivieren – anstatt zu Atmen und mich in einem Moment selbst-bestimmen zu entscheiden „Ich bewege mich durch diesen Widerstand“ - ich erkenne dass ich mich durch ein System in meinem Bewusstsein bewege – das Aufschub-System - und bewegen muss und dass der Widerstand dem ich begegne nichts weiter ist als Energie, ein Teil von mir selbst – Ich mache den ersten Schritt, nehme einen Atemzug und führe die erste praktische Handlung aus, z.B. Fange an zu lesen, schreiben, stehe auf etc. Ich sehe und erkenne dass die Energie und der Widerstand letztlich weniger werden und abflauen wenn ich mich weiter bewege und standhaft bleibe.



Ich sehe und erkenne dass der Punkt an meiner rechten Wade mit Selbst-Urteilen und Selbst-Definitionen zusammenhängt die ich in meinem Bewusstsein anschlage und die sozusagen Wellen oder resonante Verwerfungen in der Substanz meines physischen Körpers erzeugen – ich bestimme mich dazu mich selbst anzuhalten und zu verlangsamen wenn ich diesen Punkt in meiner Wade wahrnehme – Ich atme und verlangsame mich buchstäblich körperlich – Ich bringe mich hier her zurück indem ich meinen Fokus und meine Aufmerksamkeit auf die physische Realität/meinen Körper und das was ich in dem Moment mache, richte. Ich stoppe den Backchat und steige aus dem resonanten Stress/Angst/Hetze aus.

Ich sehe und erkenne dass "Ich muss es schaffen" ein Versuch ist/war mich energetisch über den Widerstand etwas zu tun/machen (z.B. Aufschub/Lethargie) hinwegzusetzen anstatt mich hindurchzubewegen. Auch ein Anpassungsmechanismus.

Ich sehe und erkenne, dass das dieser Punkt in der Wade ein Indikator dafür sein Kann, wenn ich mit/von dem Backchat-System „Ich muss es/etwas schaffen“ besessen und angetrieben bin – was auch bedeutet dass ich mich Nicht wirklich Selbst bewege sondern mir über und durch ein System von Energie Bewusstseinskonstrukten antreibe.



Ich bestimme mich selbst dazu die Absurdität einzusehen die es beutet mich über und durch ein künstliches Konstrukt von Bewusstsein anzutreiben – anstatt mich selbst zu bewegen in Einheit und Gleichheit mit mir Selbst hier.



Ich sehe und erkenne, dass ich denke und glaube, das es einfach bequemer ist so zu „arbeiten“ und „funktionieren“, weil ich es gewohnt bin und das ich Angst habe ,dass ich etwas verlieren könnte wenn ich davon ablasse.



Ich bestimme mich selbst dazu mich immer zu stoppen und auszusteigen, wenn ich sehe, dass ich in diesem „Ich muss es schaffen“ Backchat System teilnehme oder mich darüber und dadurch antreibe, da ich nun sehe und erkenne dass ich mir von einem Ausgangspunkt „Ich bin nicht gut genug“ vormache ich müsse etwas (eine in meinem Bewusstsein selbst-kreierte und projizierte Karotte) erreichen um „akzeptabel“ und „gut genug“ zu sein – während ich mich, meine Gegenwart, meinen lebendigen Körper niedermache und verbrauche um in einem System von Selbst-Erniedrigung vor mir Selbst wegzulaufen... Verdammt. Ich lebe das „Hamsterrad“.

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