Mittwoch, 27. März 2019

Alleine Sein und Einsamkeit - Teil 2

Es ist interessant, denn ich „dachte“, oder war mir noch im Sommer ziemlich sicher, dass ich über diese Emotion/Energie hinaus gegangen oder gewachsen bin, doch die Realität belehrt mich eines Besseren und die Anzeichen waren die ganze Zeit da...das ich sehe ist, dass ich durch die Erfahrung von „Verlust“ gegangen bin...jedoch noch nicht die von „Einsamkeit“, Alleinsein, und dass es in der Erfahrung/Angst vor dem „Verlust“ meiner gewohnten Beziehungen, Partnerin, Freunde und Umgebung den ich letztes Jahr kreierte, empfand und erlebte, eigentlich die Angst „vor dem Alleinsein“ die „Einsamkeit“ war vor der mir graute...Allein in dieser Welt zu sein. Lol, schon allein wie ich das schreibe erzeugt eine gewisse Sentimentalität in mir, fast Wehleidigkeit und Selbst-Mitleid. Definitiv interessant, hätte ich irgendwie nicht erwartet, dass sich hinter/unter der Erfahrung von „Verlust“, als nächste Schicht, die von „Einsamkeit“ auftut...doch irgendwie ist/war es offensichtlich.

Wenn ich es mir anschaue, hab ich mich in einem Leben, besonders ab dem Teenageralter – genauer ab dem Kinderalter, als ich in die Schule gehen musste – oft sehr einsam und allein gefühlt, alleingelassen und ausgesetzt, was noch mal eine speziellere Schattierung der Erfahrung ist, die mit Beschuldigungen und Groll gegenüber meinen Eltern bzw. auch „dem System/der Welt“, später im allgemeinen den Beziehungen in meiner Welt gegenüber, durchsetzt war. Ich denke, dieser Groll, war der Grund, dass ich in meinem Ego/Bewusstsein „Beziehungen den Rücken zugedreht habe“ im Grunde sagend „Leck mich... - Scheiß drauf“ „Ich will brauch dass nicht“...aber in Wirklichkeit blieb ein tiefer Hunger eben nach Bezug, Beziehungen, Nähe … die Einsamkeit blieb und wurde zu einer Triebfeder, die mich in diverse Beziehungsmuster und Konstellationen/Beziehungskontexte katapultierte die mir heute als schon beinahe surreal anmuten. Jedoch, interessant, im Licht diese neuen Verständnisses, bereue ich diese Vergangenheit nicht – ich war definitiv auf der Suche nach mir Selbst.

Ein weiterer, anschließender Punkt ist es mit diesem Punkt von „Einsamkeit“ und Alleinsein, nicht „hart“ mit mir selbst zu sein, mich selbst zu bestrafen oder zu besschuldigen, denn damit „lasse ich mich auch noch selbst allein“ und entfremde mich noch mehr von mir selbst – Worte, die hier in mir aufkommen sind Sanftmut/Sanftheit, Verständnis, Annahme und Geduld – auch etwas Direktheit in der Sanftheit damit die Annahme meiner der Teile von Bedürfnissen, Wünschen, Sehnsüchten nach Beziehung/Sex, Nähe, Intimität, Berührung, Zärtlichkeit nicht wieder zu einer Selbst-Manipulation wird. Es geht darum mich wirklich zu verstehen. Mit mir selbst.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe die emotionale energetische Erfahrung von Einsamkeit und Alleinsein in mir zu verleugnen und zu ignorieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Einsamkeit in mir zu verleugnen, zu verstecken und zu ignorieren weil ich akzeptiert und mir erlaubt habe zu denken und zu glauben dass ich mit Einsamkeit und dem Alleinsein nicht umgehen kann und mir nicht helfen kann, weil Einsamkeit einfach weh tut/schmerzt und deshalb will ich um jeden Preis vermeiden der Erfahrung von Einsamkeit zu begegnen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben dass die Erfahrung von Einsamkeit von „Alleinsein“ schmerzt und weh-tut anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass es nicht dass „Alleinsein“ selbst ist, als physische Erfahrung, die „schmerzt“ sondern meine Gedanken darüber, wobei ich in Gedanken Erinnerungen aufrufe an „vergangene Zeiten“, in denen ich positive Erfahrungen und „soviel Spaß“ mit meinen „Freunden“ oder engen Beziehungen hatte, was mir gut gefallen hat, dass ich es nicht „vermissen“ möchte, aber genau dass nun tue.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, zu erkennen und verstehen, dass ich bereits vor fast einem Jahr angefangen habe diese Erfahrung von Einsamkeit der ich nun begegne in mir auszulösen und zu generieren, was mir zeigt, dass die Erfahrung/Energie „nix neues“ ist, sondern in Wirklichkeit ein Produkt recycelter Erinnerungen/Energien – hier für mich um dieser Verschmutzung meines Wesens/Gewahrseins ein für alle mal zu begegnen und mich von den dazu gehörigen Konstrukten zu reinigen.


Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass es mir in Wirklichkeit weh-tut und mich schmerzt, dass ich an vergangenen Erfahrungen in/als Erinnerungen in meinem Bewusstsein festhalte und damit in der Gegenwart eine Erfahrung von „Verlust“, Einsamkeit und Minderwertigkeit erzeuge durch die ich mir selbst schade.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich die Erfahrung von „Verlust“ und „Trennungschmerz“ jedes mal aufs neue aktiviere und auflade wenn ich an den Erinnerungen an vergangene Momente/Beziehungen teilnehme und damit dem Konstrukt/der Erfahrung von Einsamkeit Futter gebe.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben „ich habe es verdient einsam zu sein“ und „an Einsamkeit zu leiden“.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe an Einsamkeit festzuhalten als eine Methode der Selbstbestrafung und Selbst-Verurteilung anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass Einsamkeit ein Bewusstseinskonstrukt und eine Erfahrung/Energie im Bewusstsein ist die die nur dazu dient dem Bewusstsein Energie zu liefern.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich für die Einsamkeit in mir zu schämen – weil ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben, dass die Einsamkeit in mir als Resultat von „Alleinsein“ ein Indiz dafür sei, dass etwas mit mir/in mir/an mir nicht stimmt und/oder nicht in Ordnung sei – worin ich mir vergebe, dass ich zugelassen und akzeptiert habe in diesem Verstecken, Unterdrücken und Verleugnen der Einsamkeit vor mir selbst, eine „Abwärts-Spirale“ oder/und negative Rückkoplungs-Schleife in mir in Gang zu setzen, die meine Selbst-Erfahrung „immer negativer“ macht, und die einzige „Lösung“ oder Ausweg um die Energie/Erfahrung von Einsamkeit zu lindern erscheint die Erfahrung von Beziehungen zu sein.


Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen welche Beziehung und Wechselwirkung zwischen den Emotionen und Bewusstseinskonstrukten von Einsamkeit und Eifersucht existiert, wobei Einsamkeit die negative Grundenergie/Selbst-Definition ist, welche den Treibstoff für dass System von Eifersucht liefert.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Beziehungen und darin andere Menschen zu benutzen und zu missbrauchen in einem Versuch der Energie/energetischen Erfahrung von Einsamkeit in mir zu entkommen, mit all den missbräuchlichen/negativen Konsequenzen die dies mit sich bringt – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass man einer illusionären Erfahrung/Illusion - etwas das nicht physisch /real ist - nicht entkommen kann, die Herangehensweise ist fehlerhaft.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass die Verleugnung, Unterdrückung, Verurteilung und das Verstecken der Erfahrung von Einsamkeit/Angst vor dem Alleinsein einzig und allein wieder dem Bewusstsein in die Hände spielt, denn dadurch wird die Erfahrung/Energie „vergraben“ und bleibt unangetastet, unerforscht und kann damit auch nicht geändert oder durchschritten werden.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich gegenüber der Erfahrung/Energie von Einsamkeit zu viktimisieren in dem Glauben, dass ich diese Erfahrung/Energie ohnehin nicht ändern könne.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und glauben, dass ich der Erfahrung/Energie von Einsamkeit unterlegen bin – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich sie in Wirklichkeit als eine Form von Manipulation benutze und benutzen will um mich selbst als einzigartig/besonders auszuzeichnen und auf eine schräge Art Aufmerksamkeit/Sympathien zu generieren. (Mitleid/Selbst-Mitleid)


Ich bestimme mich dazu die Erfahrung von Einsamkeit direkt zu adressieren, ihr mit Mut zu begegnen wenn und sobald sie in irgendeiner Form in mir existiert oder aufkommt.

Ich bestimme mich dazu einzusehen und zu erkennen, dass nicht die Tatsache Schmerz oder Leid in mir erzeugt, dass/wenn ich für eine bestimmte Zeit mit mir selbst allein bin – sondern die Gedanken daran, dass ich getrennt bin von denen die ich angeblich liebe oder geliebt habe. Darin stoppe ich die Kreation von Schmerzen und Leid in mir wenn ich alleine bin, indem ich aufhöre an den Gedanken teilzunehmen in denen ich an den scheinbaren Verlust vergangener Zeiten denke.

Ich verpflichte mich dazu, emotionale Erfahrungen/Energien die in mir aufkommen nicht zu ignorieren, zu verdrängen oder zu verleugnen, denn ich sehe, erkenne und verstehe nun, dass dies keine Lösung ist sondern dadurch kreiere ich die Inhalte/Konstrukte um ihnen dann „später“ in akkumulierter Form wieder zu begegnen.

Ich sehe, erkenne und verstehe jetzt, dass ich durch Verleugnung erschaffe. Daher: Widerstand ist zwecklos, denn ich kann mich selbst nicht belügen oder verleugnen – wer ich wirklich bin wird dass aufbringen und verstärken was ich „nicht sehen will solange bis ich mich wirksam stelle und verändere“.

Ich bestimme mich dazu, nicht länger gegen meinen eigene Prozess der Selbst-Veränderung und Selbst-Ehrlichkeit zu arbeiten sondern mit der Erkenntnis in Übereinstimmung zu bringen, dass der Prozess des Lebens, der Einheit und Gleichheit ist wer ich bin.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass der Hauptgrund wieso ich zugelassen und akzeptiert habe mich für Einsamkeit zu schämen, sie zu fürchten, zu verurteilen oder zu verleugnen ist, dass ich mich selbst/in und als Einsamkeit NICHT VERSTEHE.


Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen WIE sehr ich durch und von meinem eigenen Bewusstsein manipuliert und beeinflusst werde – dass ich mir nicht erlaubt habe die offensichtliche Bewusstseinsmanipulation und Kontrolle zu sehen, erkennen und verstehen – wenn noch Monate bevor ich umgezogen bin und mich überhaupt in die Situation begebe „alleine zu sein/zu wohnen“ die energetische Erfahrung von „Einsamkeit/Alleinsein/Verlust“ mit all den emotionalen Anhaftungen in mir aufkommt und ich akzeptiere und glaube dies ist wer ich bin und sein muss – worin ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass diese PROJEKTION gleichermaßen ein GESCHENK sein kann – denn darin finde ich hübsch verpackt/verschnürt all die Punkte/Selbst-Definitionen/Anhaftungen welche die Bewusstseinskontrolle darstellen und ermöglichen und umgekehrt eben genau die Schlüssel zur Selbst-Befreiung und Selbst-Bestimmung darstellen.

Journey Tag 646

Alleine Sein und Einsamkeit - Teil 1

In der Blog-Serie "Alleine Sein und Einsamkeit" beschäftige ich mich mit der emotionalen Erfahrung von Einsamkeit. Mit den beiden initialen Einträgen bewege ich mich durch die äußersten Schichten des Punktes: Verleugnung, Reaktionen, Urteile und schließe (teilweise) auf wie Einsamkeit zu einem Baustein meines Bewusstseins und damit meiner "Selbst-Indentifikation" geworden ist.


Meine Fragen könnten sein: Was sagt mir diese Erfahrung/Emotion über mich selbst, darüber was ich in mir als mich akzeptiere und erlaubt? 

Und von da aus kann ich die Muster/Punkte in Gleichheit erforschen, was mich zum nächsten Punkt bringt, von „Reaktionen“ auf die Erfahrungen/Muster, hier zum Beispiel die „Einsamkeit, das Alleinsein“ ich verleugne die „Erfahrung/Energie von Einsamkeit und Alleinsein, Isolation“, weil ich „Angst davor habe“, weil ich Alleinsein/Einsamkeit als negativ und fürchterlich definiert und beurteilt habe und damit sind noch weitere energetische/emotionale Urteile verbunden...daraus entspringt die Polarität von „Hoffnung“, „Projektionen“, dass ich bald nicht mehr einsam bin was sich in entsprechenden Handlungen und Verhaltensweisen wie der „Suche nach einem Partner“ oder „Suche nach Freunden“, dem „Versuch Anschluss zu finden“ äußert. 

Hier muss ich wiederum differenzieren und mit Fingerspitzengefühl vorgehen, denn es ist einfach wieder in einen Ego-Punkt zu gehen von „Dann brauch/will ich gar keinen mehr“ „Ich kann gut allein sein“ und so weiter, wo es absolut in Ordnung und sogar förderlich für einen selbst/mich ist, Gelegenheiten zum Knüpfen von Beziehungen zu nutzen beziehungsweise Selbst, eigen-initiativ solche Gelegenheiten oder Momente für zum Beispiel gemeinsame Unternehmungen anzustoßen. Es kommt auf den Ausgangspunkt an, es ist wichtig sicherzustellen, dass die Motivation eben nicht diese Emotion/Energie der Einsamkeit ist...und um ehrlich mit mir selbst zu sein, im Moment ist dieses Konstrukt und die Emotion in jede Faser meines Wesens und meine Selbst-Erfahrung hinein verwoben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich mit der Einsamkeit in mir zu identifizieren.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe, dass ich die Einsamkeit in mir langsam in mir aufkommen und in mir hoch kriechen und mich vereinnahmen habe lassen um dann so zu tun als sei ich der Einsamkeit zum Opfer gefallen – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass es ganz bestimmte Gedanken, Erinnerungen und Projektionen in meinem Bewusstsein sind, durch die ich die Erfahrung von Einsamkeit auslöse und auflade.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe die Erfahrung von Einsamkeit zum Baustein meiner scheinbar „ganz eigenen“ „individuellen“ Leidensgeschichte zu machen durch und über die ich mich definiere und als das sehe/akzeptiere was mich angeblich zu dem macht wer ich bin – anstatt zu sehen, zu erkennen und verstehen dass diese Leidensgeschichte mit den Auf/Ab, dem Gewinnen/Verlieren, Schmerz und Leid sowie den Höhepunkten und Hochzeiten ein Spiel des Egos/der Persönlichkeit ist und offensichtlich kein Bestand hat.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe mich der Erfahrung von Einsamkeit mit „Mut“ zu stellen und Mut zu leben indem ich die Erfahrung hier her bringe, so sehe und verstehe wie sie ist und als mich selbst durchschreite und verändere.

Wenn die Erfahrung von Einsamkeit in mir aufkommt – atme ich und stoppe meine Teilnahme an der Energie von Einsamkeit und entdecke was tatsächlich hier ist.

Wenn und sobald ich sehe, dass ich in Einsamkeit schwelge, mich der Einsamkeit hingebe oder unter Einsamkeit leide – atme und stoppe mich – ich bestimme mich dazu mir zu vergeben, dass ich mich mit Einsamkeit als Erfahrung identifiziert habe, dafür mich als Einsamkeit zu definieren und so selbst zu betrügen – ich frage mich was ich für eine Geschichte meines Lebens schreiben will und sehe, dass ich jemand sein möchte der das Alleinsein nicht scheut, der mit Mir selbst ok/in Ordnung ist, der an der Erfahrung von Einsamkeit gewachsen und über diese Erfahrung hinaus gegangen ist, ohne Furcht oder Zögern – ohne es eine neue Selbst-Definition werden zu lassen – jemand der das Alleinsein liebt, genauso wie er die Gemeinschaft und das Zusammensein mit anderen Menschen/Wesen liebt ohne dadurch in irgendeiner Form begrenzt zu sein.


Ich vergebe mir selbst, dass ich in mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass ich immer noch mit mir selbst alleine bin, auch wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin – daher ist die „Erfahrung von Zusammensein“ in dem Sinne illusionär, dass eine echte Verbindung oder Erfahrung des anderen Menschen in einem selbst geschieht – in Wirklichkeit erfährt man immer sich selbst und die Erfahrungen, die in einem aufkommen.


Journey Tag 645  

Mittwoch, 8. August 2018

Was ich von der Natur lerne - Verletzungen und neues Leben - Teil 1


Die Natur kann uns ein großartiges Vorbild sein, was es heißt zu leben und wie man leben sollte. Als ich mich gestern nach der Arbeit auf den Balkon setzte, bemerkte ich ein Blatt, dass vor einigen Tagen von einer sukkulenten Pflanze abgebrochen ist – genauer gesagt, habe ich das Blatt in einer unachtsamen Bewegung von der Hauptpflanze abgebrochen als ich sie gegossen habe – und zu meiner Verwunderung sah ich, dass das Blatt an seinem Ansatz viele kleine Blättchen und auch Wurzeln hervorbrachte – die Pflanze wuchs in/als das Blatt weiter und erzeugte sozusagen einen Klon von sich selbst.


Dies ist ziemlich bemerkenswert, wenn man es damit vergleicht, wie wir Menschen existieren. Obwohl ich die Pflanze „schwer verletzt“ habe und einen Teil von ihr abgetrennt habe, wächst sie einfach weiter – sie treibt einfach neue Wurzeln und Blätter aus und macht sich trotz eines schwerwiegenden Einschnitts in ihr bisheriges Dasein auf, aufs Neue ihr Selbst zu entfalten und ihr Potential zu verwirklichen eine prächtige ausgewachsene Pflanze zu werden – nicht nur das, sie vermehrt sich dabei sogar. Aus einer Pflanze werden durch Zwei.



Nie würde die Pflanze auf die Idee kommen, mich dafür anzugreifen oder mich deswegen zu beschuldigen, weil ich sie „verletzt“ oder ihr ein Stück abgebrochen habe – genauso wenig wird sie einen Wutanfall haben und lamentieren „Wieso muss den dass jetzt sein, ich bin schon so weit gekommen – und jetzt bricht dieser Idiot mir ein Stück ab, das reicht, ich will nicht mehr, ich leg mich hin und sterbe“. Nein, sie wächst einfach weiter und solange noch ein Funken Lebenskraft in ihr ist, strebt sie immer danach in den gegebenen Umständen, ihr bestes Potential auszudrücken. In Wirklichkeit ist es nicht mal ein „Streben“, sie „tut es einfach“.



Andere Personen oder die Umstände für unsere Verletzungen und die Probleme/ Schwierigkeiten in unserem Leben zu beschuldigen, oder auf die Probleme/ Schwierig-keiten selbst zu reagieren und sich demgegenüber zum Opfer zu machen, sind typisch menschliche Eigenschaften, beziehungsweise menschliche Reaktions- und Verhaltens-muster – und genau diese Punkte sind es, die uns daran hindern unser volles Potential zu realisieren und zu den Menschen/Wesen heranzuwachsen die wir sein könnten. Sie sind unsere gelebten Limitationen und eigentlich sind es mentale Limitationen, „erinnerte“ L-imitation – die wir uns durch IMITATION eingeprägt haben.



Stell dir vor, du hättest bei jedem Problem, bei jeder Verletzung oder scheinbaren Behinderung den Weg eingeschlagen „in/an/durch der Situation zu wachsen“ und dieses Wachstum mich stetiger, unablässiger Lebenskraft voranzutreiben – wie würde deine Beziehung zu Verletzungen/Problemen/ Schwierigkeiten aussehen? Wie anders wäre dein Leben verlaufen? Wieso sind wir nicht von vorn herein so eingestellt, aus jedweder Situation das Beste zu machen, daran zu wachsen, zu expandieren? Gibt es mit einer Einstellung von Expansion und Wachstum als Leben „schlechte Erfahrungen“? Irgendein Sinn darin jemals auf jemals auf Situationen oder Personen zu reagieren?

Ich werde dieses Thema im zweiten Teil weiter führen.
 






Dienstag, 31. Juli 2018

Grenzen - Tag 3


Grenzen



Als ich letzte Woche meinen Kollegen davon erzählte, das ich vorhabe im Rhein schwimmen zu gehen, war ich mit Sorgen und Bedenken konfrontiert und mir wurde abgeraten dies zu tun, weil es gefährlich sei, das Wasser dreckig und so weiter.
 
Ich hatte bereits den festen Entschluss gefasst mein Vorhaben auch umzusetzen und so lies ich mich nicht davon abbringen, allerdings fing ich an meine Motive offenzulegen und zu kommunizieren. Dies passierte in einem Gespräch am nächsten Tag, als ich BEREITS GETAN HATTE was ich mir vorgenommen habe.



Interessanterweise fand ich dabei den Punkt „Grenzen überwinden“, eben genau das zu machen was ich normalerweise nicht machen würde – ein Punkt den ich in letzter Zeit öfter in mir bemerke, den Drang meine Grenzen zu sprengen und zu überwinden – zusätzlich kam der Punkt ans Licht, dass ich mehr mit „der Natur“ in Berührung kommen möchte/will, dass die direkte ungefilterte Naturerfahrung und die Interaktion mit „Natur“ etwas ist, dass mir in meinem (Stadt-)Leben fehlt. Das direkte Arbeiten mit „der Natur“ - Es ist interessant, denn wenn ich in meinem Leben zurückschaue scheint der Entfremdungsprozess mit der Schule begonnen zu haben...der Punkt, dass man „ERST LERNEN muss um DANN später etwas MACHEN zu können.
 
Lernen und praktische Anwendung gehen nicht mehr Hand in Hand und so separiert man sich in eine Datenbank von
un(ge)nütz(t)em Wissen, getrennt vom tatsächlichen Leben. Mir wird bewusst, dass diese Spaltung eine Quelle von Unglück und Unzufriedenheit in mir/meinem Leben ist, das Gefühl und die Erfahrung, dass „meine Arbeit keine lebendigen Früchte trägt“ und „unnütz“ ist. Es ist die ganze Geschichte mit dem Baum des Lebens und dem Baum der Erkenntnis...Wow – das ganze "Tun" der Menschheit (von mir selbst) erscheint mir so sinnlos und lächerlich.
 
Der Punkt enthält die ganze Mentalität das man sein ganzes Leben lang arbeiten muss um dann, in der Rente, „leben“ zu können, oder das man ein guter „Mensch“/“ein guter Christ“ sein muss um dann irgendwann „in den Himmel zu kommen“ - was für ein Mist...bis man in die Rente kommt, ist man alt, oft gebrechlich oder krank und sicher nicht mehr auf dem Höhepunkt der körperlichen (und oft geistigen) Fähigkeit und zu der Zeit wenn man angeblich „in den Himmel kommt“ = ist man tatsächlich TOT. LEBEN kann man nur wenn man am Leben ist.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe in einem Punkt zu existieren „externe“ oder „äußere Grenzen“ überwinden und sprengen zu wollten – ohne zu sehen, erkennen und verstehen dass dies mir den Wunsch in mir/von mir aufzeigt, MEINE EIGENEN, internen Grenzen zu überwinden und zu sprengen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben dass es in mir Bereiche oder Teile gibt in die ich nicht vordringen sollte oder die ich nicht betreten kann weil da eine Grenze ist.
 
Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken, glauben und fühlen/spüren, dass ich mich nicht richtig ausdrücken kann, weil da eine "Grenze" in mir ist, die ich angeblich nicht überwinden oder sprengen kann - anstatt zu sehen, erkennen und verstehen - dass wenn die Grenze in mir ist bin ICH die Grenze und daher kann ich jederzeit mit mir selbst eins und gleich stehen und so jede Grenze/Separation auflösen und transzendieren.
 
Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und zu verstehen, dass es in Gleichheit keine Grenzen gibt.
 



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe Grenzen in mir als Mich zu kreieren.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen wie ich diese Grenzen in mir IN ECHTZEIT durch DENKEN kreiere und aufrecht erhalte.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich Wände und Mauern in mir errichtet habe und das ich diese Wände und Mauern in Echtzeit durch BEWUSSTSEINSAKTIVITÄT aufrecht erhalte.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich die Grenzen, Wände und Mauern IN mir durch KÖRPERLICHE AKTIVITÄT/TÄTIGKEIT überwinden und auflösen kann.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu erkennen und verstehen wie ich die Grenzen und Wände in mir kreiert habe und wie ich sie durchbrechen und auflösen kann.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und zu verstehen das meine Grenzen all die Zustände und Erfahrungen sind die sich in meinem Leben und Erfahrung wiederholen und über die ich glaube nicht hinausgehen zu können.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu GLAUBEN, dass ich nicht über meine Grenzen hinausgehen kann – denn sonst passiert angeblich etwas schlimmes oder Gefährliches.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich mich absichtlich selbst begrenzt habe und begrenze, da ich mich innerhalb bestimmter Grenzen „sicher und geschützt fühle“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mein Gefühl von Sicherheit von bestimmten Grenzen und Bedingungen abhängig zu machen – anstatt Selbst-Sicherheit und Achtsamkeit zu einem Teil meines Wesens zu machen und immer/überall zu leben wo ich hingehe.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe innerhalb bestimmter Grenzen sorglos und achtlos zu sein, weil ich mich darin sicher fühle.



Ich vergebe mir selbst dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich durch Grenzen in mir meine eigene Angst und Unsicherheit beschütze.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu nicht zu sehen und zu verstehen, dass die Grenzen in mir entstanden sind als man mir als Kind gesagt hat, dass bestimmte Dinge, Orte, Leute, Verhaltensweisen und so weiter „gut/ok/akzeptabel sind“ und das ich das tun darf und andere Dinge, Orte, Leute, Verhaltensweisen sind „schlecht/nicht ok/nicht akzeptabel/böse“ und das sollte man nicht tun - und da ich als Kind immer den Erwachsenen gefallen wollte und sie als meine Leitung akzeptiert habe und ihnen GLAUBTE, fühlte ich mich immer „gut, ok, sicher, beschützt“ wenn ich in den Grenzen von Regeln/Prinzipien und Anweisungen blieb die sie mir gaben und ich erfuhr eine Angst/Unsicherheit und Unruhe wenn ich über diese Grenzen hinaus ging.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass die Erfahrung von Aufregung, Spannung und Freiheit die ich als Kind erlebte wenn ich bestimmte Grenzen übertrat oder gegen Regeln/Vorschriften/Anweisungen verstoßen habe, einfach die akkumulierte und transformierte Angst/Unsicherheit ist, die ich bei einem Grenzübertritt oder dem Brechen von Regeln erlebte.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass mit einem Verschieben der Inneren Grenzen auch ein verschieben von „externen Grenzen“ einhergeht – sprich wenn ich Glaubenssätze, Definitionen oder Ängste in mir verändere – ändert sich auch mein Veralten.



Ich bestimme mich dazu herauszufinden was meine derzeitigen Grenzen und emotionalen „Wände/Mauern“ sind und wie ich sie durchbrechen und überwinden kann.



Ich bestimme mich dazu in jeder Hinsicht über meine Grenzen hinauszugehen, da ich sehe und erkenne dass es in meiner Natur als Leben liegt, zu wachsen und sich auszubreiten.

Ich bestimme mich dazu keinerlei Punkte in mir/meinem Leben zu akzeptieren wo ich die Umstände oder Situation für meine akzeptierte und erlaubte Limitation verantwortlich mache.



Ich sehe, erkenne und verstehe, dass meine akzeptierten und erlaubten BEZIEHUNGen zu meiner Außenwelt, aber noch viel mehr und direkter MIT MIR SELBST meine Limitationen sind – und dass ich diese Beziehungen zu Teilen von mir selbst von meiner Umwelt kopiert und übertragen habe – anstatt meine Beziehung mit mir selbst/anderen zu kreieren und/oder zu redefinieren.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass Gedanken, Erfahrungen, Emotionen und Gefühle ein Spiegel meiner Beziehung mit mir Selbst sind.




Sonntag, 27. Mai 2018

Du siehst nicht alle Dimensionen eines Punktes oder einer Entscheidung


Bei einem Gespräch über die Frage "wer wir im Angesicht von Herausforderungen sind" – ob unsere erste Reaktion ein Impuls ist „Aufzugeben und Hinzuschmeißen“, oder ob wir uns in die Richtung begeben eine Lösung zu finden, einen Anderen Weg,  zu lernen was es in der Herausforderung zu lernen gibt der wir begegnen – kam in mir der Punkt auf dass ich „leichtfertig bin“ und oft nicht den vollen Umfang der Konsequenzen und Outflows absehe und berücksichtige die meine Entscheidungen kreieren werden.


Dies kommt in mir mit einer Erfahrung von Bedauern, Selbst-Vorwürfen und Selbst-Urteilen auf...gerade in letzter Zeit habe ich oft die Erfahrung „Ach hätte ich dass nur früher gesehen“ oder „Du hättest das doch früher sehen können/müssen“ - es ist die Idee oder Vorstellung, dass ich alle Playouts oder Konsequenzen einer Entscheidung bereits im Vorfeld sehen und wissen könnte oder sollte – und wenn ich dass nicht kann – wenn etwas auftaucht oder eintritt das ich nicht gesehen oder womit ich nicht gerechnet habe – habe ich etwas/alles Falsch gemacht...und damit bin ich schon in einem Punkt von "Aufgeben".



Aber MAN, viele Dinge, die einen wirklichen Impact auf mein Leben hatten und die mich verändert haben  – habe ich vorher nicht gesehen und ich hätte diese auch nicht erwarten können – Dinge die ich nie erwartet hätte passieren oder tauchen auf und können dem eigenen Leben eine ganz neue Richtung geben...Es ist oft so man pusht und pusht in eine Richtung und dann...öffnet das Leben eine Tür...genau in die andere Richtung...und das ist das Beste was uns passieren könnte.



Man muss damit komfortabel sein ins Ungewisse und ins Unbekannte zu gehen – und sich Selbst vertrauen, dass es einen dahin bringt wohin man gehen muss und das man dem begegnen wird und kann was man begegnen muss. Wie heißt es so schön? "Gott" gibt einem nicht mehr als man bewältigen kann. 
 
Was ich in meinem Bewusstsein sehen kann = limitiert – und sich dann im Nachhinein für seine Limitation als Bewusstsein zu verurteilen und sich Vorwürfe zu machen ist Ober-Limitation. Eine Bessere Beziehung dazu wäre DANKBARKEIT für das was mir auf dem Weg über mich selbst offenbart wurde, für alles was war und ist – für das was mir GEGEBEN wurde – worauf ich in meinem beschränkten Bewusstsein keinen Einfluss habe/hatte.


An einer Vorstellung festzuhalten wie die Dinge sein oder sich abspielen sollten, ist eigentlich ziemlich kindisch und ein Versuch „das Leben zu kontrollieren“ oder zu manipulieren sodass man bekommt was man will – etwas das wir schon laaannnnge lannnnge Zeit immer wieder versuchen – ohne Erfolg.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben ich könnte alle Playouts oder Konsequenzen einer Entscheidung oder eines Punktes in meinem Bewusstsein sehen bevor ich den Punkt tatsächlich durchlaufe.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und zu verstehen dass die Realität einer Entscheidung/Punktes anders ist und sein wird als die Vorstellung davon.





Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich selbst dafür zu verurteilen und zu beschuldigen wenn ich nicht alle Konsequenzen und Outflows einer Entscheidung oder eines Punktes gesehen habe bevor ich ihn durchlaufe.



Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe sofort meine Entscheidungen und Punkt von Selbst-Kreation zu bezweifeln und zu verurteilen – wenn etwas in meinem Weg auftaucht das ich vorher nicht gesehen oder erwartet habe – darin vergebe ich mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe auf Hindernisse oder Unvorhergesehene Punkte sofort emotional zu reagieren und sie in ein Problem zu verwandeln anstatt sie als Lern-Möglichkeiten zu verstehen die mir erlauben mich zu erweitern und zu wachsen.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass das unvorhergesehene und unerwartete Herausforderungen die (einzige) Möglichkeit ist wirklich zu wachsen und zu expandieren – denn das was ich erwarte und in meinem Bewusstsein „sehe“ - glaube ich „ohnehin schon zu kennen u wissen“.



Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe mich zu fragen was die tieferen Ursachen und Gründe dafür sind, dass ich alle Konsequenzen u Playouts sehen und kennen möchte worin ich mir vergebe, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich eine Angst und Unsicherheit in mir habe „nicht zu bekommen oder haben zu können was ich will“ und diese Angst leitet mich in mein Bewusstsein wo ich versuche durch „Denken“, eine „Lösung“ zu finden um das zu bekommen was ich will – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen dass ich damit dem Glauben nachgehe das mir etwas fehlt.



Darin vergebe ich mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass die Angst und Unsicherheit in mir aus einer Spaltung von mir Selbst als Leben herrührt und da ich mich von mir selbst als Leben getrennt wahrnehme erzeugt dies einen Mangel an Vertrauen das ich mir als Leben geben werde was am Besten für mich ist.



Ich bestimme mich dazu mir selbst als Leben zu vertrauen und jeden Tag in der Dankbarkeit anzugehen das ich alles habe was ich benötige um mein bestes Potential in jeder Beziehung und Hinsicht zu verwirklichen.



Ich bestimme mich dazu das Prinzip „Was am Besten für alle ist“ mich in jeder Frage und jedem Punkt leiten zu lassen.
 
Die Erkenntnis schlägt langsam ein:
 
Ich kann nie alle Outflow/Konsequenzen eines Punktes/einer Entscheidung kennen und absehen.
 
Das bedeutet dass es immer einen Teil (Großteil) von gibt ich NICHT wissen/sehen kann wenn ich zum Beispiel eine Entscheidung treffe oder einen (neuen) Weg einschlage - das ist das spannende, faszinierende aber auch "erschreckende" daran etwas neues zu machen/eine Entscheidung zu treffen.
 
Das Beste Vorgehen jedoch ist es - anstatt sein Bewusstsein den Raum des Nichtwissens und des Unbekannten mit Ängsten, Unsicherheiten oder Schreckensprojektionen füllen zu lassen und so unser Voranschreiten - oft noch bevor wir den ersten Schritt gemacht haben - zu sabotieren - mit Selbst-Vertrauen und Achtsamkeit/Sorgfalt voranzuschreiten und Schritt für Schritt aufzudecken
was noch verborgen ist.

Samstag, 10. Februar 2018

Expressiv

nahsknights.wordpress.com


Das Wort „expressiv“ bezeichnet die Tendenz eines Wesens sich auszudrücken, Ausdruck kann ja bekanntlich viele Formen annehmen und ist im Wesentlichen eine Handlung in der ein Wesen oder das Selbst in sichtbare, greifbare Erscheinung tritt.

Ausdruck ist also das Medium durch das wir in dieser Welt wirken und kreieren – Selbst-Kreation ist eine Form von längerwährendem Selbst-Ausdruck – Kreation ist die „Fleischwerdung“, dass heißt Selbst-Kreation ist die Fleischwerdung von einem Selbst, was die Frage aufwirft ob wir „nicht schon Fleisch sind“. Die Antwort ist „teilweise“, denn ein Teil von uns Selbst ist definiert und separiert in ein Bewusstseinssystem aus Gedanken, Gefühlen und Emotionen...das ist kein „Fleisch“. Es ist eine Energie-Dimension oder Domäne im Fleisch des physischen Körpers.

Expressiv zu sein, ist eine Form des Teilens, ich teile mich mit, indem ich mich ausdrücke und zeige so mir und der ganzen Welt (indirekt), beziehungsweise den Anwesenden (direkt) „wer ich bin“ - Eigentlich wird kein „Publikum“ benötigt, um sich kreativ auszudrücken oder expressiv zu sein, denn was hier ist, reicht um dieses Wort zu leben – ich kann expressiv sein egal ob ich meine Morgenübungen mache, ein Frühstück oder Mittagessen zubereite oder ob ich mit einem anderen Wesen kommuniziere.

Der Punkt ist es, dass was in einem ist – in diese Welt und in die Existenz zu bringen...damit ist der Ausdruck eine „Geburt“ - im Moment von Expressivität wird etwas geboren und in diese Welt gebracht, eine Schöpfung – und wie immer wenn es um Schöpfung geht, ist der Schöpfer für seine Schöpfung verantwortlich – man hat Verantwortlichkeit für das, was man kreiert. Daher sollte „Expressivität“ auch immer mit Selbst-Verantwortung einhergehen, damit man nicht wild Ausdrücke in die Welt wirft, die weniger sind als das Beste für Alle.

Ich habe eine Unsicherheit im Bezug auf „expressiv“, vor allem möchte ich nicht „zu expressiv“ sein...was daher zu kommen scheint, dass ich Angst habe die Kontrolle darüber zu verlieren was „aus mir herauskommt“ und „wie es von anderen aufgenommen werden könnte“...es ist wieder fast so als hat das Bewusstsein an sich Angst davor, dass „zu viel“ herauskommt, man zu viel davon sieht und das es die Kontrolle über das Wesen im Bewusstsein verliert.

Expressiv, Ausdrucksfähigkeit und Ausdrucksstärke sind Schlüsselworte um sich Selbst zu erkennen, zu verwirklichen und damit einher geht der Widerstand vor Ausdruck – expressiv.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe mir täglich mehr Möglichkeiten zu geben expressiv zu leben und zu sein.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass „expressiv“ ein Schlüssel ist um mich selbst zu entdecken und zu verwirklichen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe einen Widerstand und Angst davor zu haben expressiv zu leben und mich selbst bedingungslos auszudrücken.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen dass ich expressiv bin – die Frage ist was ich ausdrücke.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe selbst-ehrlich expressiv zu sein und mir Expressivität in Selbst-Ehrlichkeit zu vergegenwärtigen.

Ich bestimme mich dazu die Formen zu erforschen die meine Expressivität annehmen kann.

Ich bestimme mich selbst, dazu in verschiedenen Formen expressiv zu sein – darin bestimme ich mich dazu, dass Wort „expressiv“ eins und gleich als mich selbst zu leben.


Freitag, 9. Februar 2018

Wieso halte ich an meinen Ängsten fest???


Vor einigen Tagen habe ich mir ein Interview über die Herkunft von “Unsicherheit” angehört. Dabei sind einige Punkte für mich besonders herausgestanden. Unsicherheit ist im Grunde die Erfahrung der Ängste die ich in mir angehäuft habe. Im Interview wird gesagt, dass es beinahe so ist als würde man die ganzen Ängste die man in sich angesammelt hat “festhalten” und “umarmen” und mit Ihnen “interagieren” und sich darin sozusagen weigern Sie loszulassen.


Im ersten Moment ist das für mich wie “Was??? das sehe ich nicht, wieso sollte man das machen, wieso sollte ich das machen – ich halte doch nicht an meinen Ängsten fest – sie sind einfach da – sie kommen immer wieder in mir auf” - doch schon während ich dies schreibe, sehe ich mindestens einen oder mehrere Momente, in denen ich mich “für” die Angst entschieden habe, daran teilzunehmen. Ein Moment war, dass ich/wir – ich glaube nach einer Gruppendiskussion über Angst - gefragt wurden ob Angst real ist oder wir noch an Angst glauben oder uns fürchten. Äusserlich habe ich “nichts” gesagt (Sins of the Motherfucker) aber in mir gab es eine sture, selbstgerechte, eigentlich spitefule Stimme “I fear” - in dem Moment wusste ich, dass ich “an der Angst festhalte” und auch irgendwie, dass dies ein “Fallen” ist und ich wollte diesen Punkt noch irgendwie korrigieren aber die Zeit/Realität bewegte sich weiter und der Moment ging “vergessen”.

Die Sache ist, ich weiß einfach nicht “was ich sonst machen soll” - oder genauer “mein Bewusstsein” weiß einfach nicht was es sonst machen soll, in Momenten oder Situationen in denen es und so ich immer in bestimmten Ängsten reagiert habe – wenn ich es mir anschaue ist es wirklich so wie “Ja, ok jetzt hab ich die Angst angehalten...aber was jetzt – das bringt mir auch nix”

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe meine Ängste festzuhalten und zu umarmen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe an meinen Ängsten festzuhalten weil sie mir “Definition” geben und mir sagen “wer ich bin”.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben, dass ich ohne meine Ängste nicht mehr weiß wer ich bin und dass ich ohne sie “ende”.

Ich vergebe mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt zu haben mich von meinen Ängsten zu verabschieden und mit meinen Ängsten Schluss zu machen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe nicht zu sehen, zu erkennen und zu verstehen, dass in Wirklichkeit mein Bewusstsein an den Ängsten in mir festhält weil sie ihm Sicherheit geben.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe für mein Bewusstsein an den Ängsten in meinem Bewusstsein festzuhalten – anstatt loszulassen und die Ängste einfach gehen zu lassen indem ich nicht mehr darauf eingehe und nicht daran teilnehme.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe eine Beziehung von Besitz und Besesessenheit mit und zu den Ängsten in meinem Bewusstsein aufzubauen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe die Ängste in meinem Bewusstsein zu rechtfertigen, zu beschützen und zu verteidigen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken und zu glauben die Ängste in mir machen aus mir wer ich bin und weil ich als Bewusstsein nix darüber hinaussehen kann, muss ich immer wieder daran festhalten und in sie gehen.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich selbst zu limitieren und zu missbrauchen indem ich an den Ängsten in meinem Bewusstsein teilnehme und festhalte.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe in momenten in denen gewöhnlicherweise bestimmte Ängste in mir aufkommen zu denken und zu glauben, dass es “keinen anderen Weg gibt” und/oder das ich nicht weiß wie ich mich sonst verhalten soll oder nicht weiß was ich sonst tun soll - worin ich mir vergebe, dass ich mir nicht erlaubt habe zu sehen, erkennen und verstehen, dass die Spannung/Anspannung und der Druck der in mir in diesen Momenten in Angst zu reagieren und in Unsicherheit zu gehen – eben eine Erfahrung des Bewusstseins selbst ist, dass mich wieder in Ängste und Unsicherheiten zurück leiten und reagieren sehen will, damit es selbst “Sicher” ist in/als diese Ängste und Unsicherheiten, weil es das einzige ist was es kennt.

Darin vergebe ich mir selbst, dass ich mir nicht erlaubt habe im Unbekannten zu bleiben und eben nicht in diese Mind-Sicherheit der Angst – des Bekannten ICHs – zu gehen, nicht den altbekannten Ängsten zu glauben, sonderen einen Atemzug zu nehmen, zu vergeben und weiter zu gehen ins Unbekannte – Atemzug für Atemzug.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe in und als Erinnerung in mir zu existieren als ich allein in meinem Zimmer hier in M lag, einen Chat verfolgte und gefragt wurde ob Angst real ist oder wir an Angst glauben und ich mich “für die Angst entschieden habe” - worin ich mir vergebe, dass ich zugelassen und akzeptiert habe mich selbst zu verurteilen und als “Feigling” oder “Verräter” zu sehen, als nicht stark genug, weil ich mich für die Angst entschieden habe – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass in diesem Moment von Reaktion und Festhalten mein Bewusstsein in mir aufkam und FÜR MICH entschieden hat an der Angst festzuhalten und die Angst wieder zu zünden, weil Angst das einzige ist was das Bewusstsein kennt und nichts darüber hinaus.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken/glauben Angst sei real.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe blind an Angst zu glauben und zu denken/glauben ich müsste Angst folgen oder darauf reagieren wenn Angst in mir aufkommt – anstatt zu sehen, erkennen und verstehen, dass hinter und jenseits der Angst die “Freiheit” liegt undefiniert und unbestimmt von Angst zu leben und zu sein wofür ich mich entscheide.

Ich vergebe mir selbst, dass ich zugelassen und akzeptiert habe in/als Bewusstsein stur, selbst-gerecht und spöttisch an Angst festzuhalten, worin ich mir vergebe, dass ich zugelassen und akzeptiert habe zu denken “Was soll schon passieren” ohne zu sehen, erkennen und verstehen dass es eben genau die Erfahrung des Bewusstseins selbst in Unsicherheit/Angst ist “Was soll schon passieren?” wenn das Wesen in Angst/Unsicherheit bleibt fühlt sich der Mind “sicher”.

Ich bestimme mich selbst, dazu die Ängste in meinem Bewusstsein zu vergeben und sie loszulassen.

Wenn eine Angst in mir aufkommt – nehme ich einen Atemzug, nehme nicht an der Angst teil und lasse sie gehen.

Ich sehe, erkenne und verstehe, dass ich die Selbst-Verantwortung übernehmen und leben muss mir selbst in Momenten/Situationen/Punkten Definition und Anweisungen zu geben wie ich leben möchte und soll in denen ich früher Ängsten und Unsicherheiten überlassen habe wie zu leben – ich bestimme mich dazu dies in Form von Selbst-Agreements und Selbst-Commitments zu machen darüber wer ich in bestimmten Momenten sein und wie ich mich leben werde und wie nicht.


Ich bestimme mich selbst dazu, die Angst und Unsicherheit in mir mit meiner Gegenwart, Präsenz und Kreativität zu ersetzen.