Sonntag, 15. September 2013

21 Tage ohne Filme/Serien - Reflexion - Tag 439









Ok, so heute ist der Tag an dem ich mir vorgenommen habe mein 21 Tage Commitment kein Entertainment in Form von Serien oder Filmen zu schauen zu reflektieren und ich habe eigentlich keine Lust und es scheint als ist da nichts oder zu viel aber eigentlich ist es ein anderer Punkt an dem ich gefallen bin oder wo/für den ich mich schuldig fühle und dann scheint für mich oft alles absolute Scheiße zu sein, und ich scheine unfähig zum Beispiel den einen Punkt getrennt oder unabhängig ist das bessere Wort hier, von dem anderen Punkt zu sehen, was naturlich nicht wirklich so ist denn ich der emotionale/energetische Zustand in dem ich mich befinde existiert ja in der From erst seit heute und die 21 Tage ohne Entertainment gehen ja schon drei Wochen – Es ist also eine Entscheidung von mir die ich zu treffen habe ob ich mich selbst weiter mit Selbstmitleid und Selbsturteil bestrafen will indem ich was ich mir vorgenommen habe nicht mache oder einen unabhägigen Punkt untersuche/reflektiere und so noch etwas konstruktives mache wo ich mich auch drin unterstützen kann meinen Fokus zu ändern und selbstbestimmt zu richten.



Auch als ich älter war und dann arbeiten ging und alleine wohnte, war der erste/zweite Griff der Fernsehschalter und auch im Studium, wenn ich kurz zum Beispiel Mittag zuhause war um etwas zu essen, machte ich sofort den Fernseher an – weitere Punkte waren den Fernseher laufen zu lassen während ich im Bett lag und oft wacht ich morgens/mitten in der Nacht auf und “die Glotze brannte immer noch”. Hier sehe ich das ich auch einen gewissen Hass, Beschuldigungen oder Verachtung gegen “der Fernseher” und “das Fernsehen” richtete und ab einem gewissen Zeitpunkt sowieso davon überzeugt war das “da eh nur Scheiße kommt” aber eben trotzdem “diesen “Schwachsinn” weiter schaute – Es ist interessant den zu Filmen hatte ich in meinen früheren Jugend/Teenager-Jahren eine ähnlich abgeklärte Beziehung, die aber statt mit Ärger/Blame eher mit Common Sense durchsetzt war, wo ich sehr wohl verstand das “alles gestellt und nicht real ist” und diese Punkte auch kritisch hinterfragte/bemerkte, auch zum Beispiel was in Filmen vermittelt werden soll/dargestellt werden soll. Teils sehe ich sich hinter dieser Kritik die zum teil auch zynisch/spöttisch wurde aber auch die eigenen (ein ge prägt en) Wünsche/Hoffungen/Erwartungen wie zum Beispiel nach einer besonders romantischen Liebesbeziehung oder eine Art Superheld zu sein, was ich dann verspottete/lächerlich machte und so scheinbar enttarnte.



Die ersten Tage war es dann ein sehr automatisierter Drang, mich nach dem Nachhausekommen mit etwas zu essen vor eine Serie zu setzen und an den Ersten Tag, und auch später immer wieder fand ich andere Sachen, sprich zuerst Punkte wie Dokumentationen die ich mir anschauen konnte weil diese ja nicht zu meiner Definition von Entertainment zählten – Lol, wenn ich genauer schaue habe ich in der Folge einfach mein Verhalten verlagert und mich sogut wie jeden Wochentag zum Kochen/nach dem Nachhausekommen meist/oft dann Interviews von Bernard angehört, was ja nicht “schlecht oder schlimm” ist ABER den eigentlichen Punkt überlagert und unberrührt lasst, sprich ich selbst überlagere den eigentlichen Punkt und berühre ihn nicht, nähmlich das ich sofort nach dem Nachhausekommen/zum Essen/Kochen “irgendwas will/brauche” um meine Aufmerksamkeit zu fokussieren, ich wollte schreiben ablenken – ist nur die Frage von Was? Warum will ich sofort irgendetwas? Welche Aufgabe erfüllt dieser Punkt?



Die erste Sache die aufkommt ist schon diese Erfahrung von “Alleinsein”, genauer das wenn ich die Tür auf mache: Ich keiner da, und darin ist es beinahe so als würde mich ein VOID empfangen, eine Leere, wo ich rufe “Hallo” und keiner mir antwortet, und anscheinend will ich mit der sofortigen Beschäftigung mit “irgendetwas”, einem externen Fokuspunkt meine Aufmerksamkeit von dieser Leere/Void, der ja tatsächlich (NICHT) existiert ablenken und auf einen Punkt richten der mir die Illusion von Gesellschaft/Gemeinsamkeit oder eben einfach NICHT-Alleinsein gibt – was interessant ist den die Frage nach der Aufgabe ergibt die Antwort der Mind/Bewusstseins-Stimulation und darin der Bewusstseinssimulation von Beziehung, denn ohne Beziehung kann “der Mind” nicht existieren – Interessant, die Angst, die ich sehe wenn ich mir diesen Punkt von “Leere” und “keiner Da” anschaue ist in Wirklichkeit die Angst des Bewusstseins keinen Anhaltspunkt zur Selbstgeneration/Stimulation zu haben und damit eine Angst vor dem Zusammenbruch,



Da stellt sich mir weiter die Frage ob/wie ich diesen Punkt nutzen kann um mich selbst bei der Realisation von körperlicher Einheit und Gleichheit zu unterstützen, anstatt den Mind in seiner Selbstgeneration zu fördern. Probieren geht über studieren, scheint mir hier die Deviese und beste Vorgehensweise wo ich mir einfach mal erlaube wirklich die Vorgänge/Prozesse in meinem Bewusstsein/mir selbst zu untersuchen, beziehungsweise mir derer Gewahr zu werden, die ablaufen wenn ich nach Hause komme wenn/wenn nicht jemand zu Hause ist.



Offensichtlich ist dies auch ein Ansatzpunkt für Selbstvergebung und eine mögliche Korrektur-Richtung, die potentiell auch auf mein Essverhalten und/oder die Wahrnehmung der Nahrungsaufnahme (positive) Auswirkungen haben kann, ist es mir einfach die Zeit zu nehmen die ich ich sonst mit Unterhaltung in gespaltener Aufmerksamkeit verbracht hätte um einfach voll und ganz mit meiner Umgebung und den Prozessen der Nahrungszubereitung etc. hier zu sein, zu atmen und runter zu kommen/zu entspannen vom Arbeitstag. Mich vollkommen zu mir zurückzubringen, zu zentrieren und damit meinen Fokus im/als Atem zu realisieren.



Ok – ein weiterer signifikanter Punkt ist der Wunsch/Drang am Wochende manchmal einen Film anzuschauen und besonders am Freitag, was auch so eine Art Abschalt-Mechanismus und/oder Belohnung ist. Ich will auch gar nicht sagen das es nicht manchmal tatsächlich hilfreich ist/sein kann, tatsächlich einen Film/Entertainment als Ablenkung oder “Ab/Umschalten” des eigenen internen Zustands oder der Schleife oder mit was auch immer man gerade beschäftigt ist zu verwenden, wo aber trotzdem der “Zweifel” in mir aufkommt das es doch auch anders gehen muss und es SOLLTE doch auch anders gehen, etc. was aber eher auf einer Projektion von mir selbst basiert davon wie ich glaube sein zu sollen/müssen wenn ich “stabil” und “weiter” in meinem Prozess wäre/bin. Für mich kann ein Film als relativ effektiver Punkt funktionieren um mich aus einem bestimmten Zustand zu bringen oder mich “runter zu bringen” und mich zu erden, was aber kein wirkliches erden ist, sondern ich sehe das mein Fokus dann beim externen Film und den Charaktären ist und auch meine energetische/gedankliche Teilnahme ist beim Film und weniger “bei mir” ist eher ein “ablenken”, blitzableiter, also doch erden?



Hier kommt eine weitere interessante Tendenz in mir auf, nähmlich mich mit den Gesichten und Charaktären in den Filmen/Serien zu identifizieren und diese so zu interpretieren wie es dem eigenen Bewusstseinprogramm passt. Dies it und wäre ein weiterer Punkt zur Selbsterforschung – Für heute will ich abschließen mit dem was ich als “Problem” dieses 21 Tage-Versuchs (lol, ein Ver-such statt Verpflichtung), was auch der Grund dafür war das ich heute, direkt und sofort nach Ablauf der 21 Tage wieder einen Film angeschaut habe und zwar das die grundlegende/darunterliegende Beziehung zu Fernsehen/Entertainment die für vieeele Jahre meines Lebens von einer defintiven Abhängigkeit beprägt war, nie erforscht aufgearbeitet, verstanden und verändert wurde, sondern immer noch so in meinem Bewusstsein existiert wie zuvor.




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