Montag, 6. Januar 2014

Systemkritik, Faulheit und Aphatie - Tag 490


 
 
Heute, in der Arbeit bin ich einer sehr ausgeprägten Reaktion begegnet die verborgene oder vergrab-ene Erinnerungen in mir aufbrachte und mir damit den Punkt von „Rebellion“, „Kampf gegen das System“ und die Selbstgerechtigkeit und Ignoranz vergegenwärtigte die ich in mir in der Tat immer noch zulasse und erlaube.

Ok – ich kam einige Zeit später in den Pausenraum als meine Kollegen und blieb dem entsprechen noch alleine sitzen, als die anderen gingen, um etwas Zeitung zu lesen. Bei einem Artikel über die neuen Regelungen der Zuwanderung in Deutschland fing ich an in diesen „Kritiker-Modus“ zu gehen, wo ich denke und glaube ich würde und könnte jegliche Medien/Artikel „einfach durchschauen“ und ich denke auch, naja hauptsächlich dass es „falsch ist“ und dass dies einfach ein weiterer Schachzug „des Systems“ ist um die Zuwanderer auszubeuten und möglichst billig produzieren zu können um möglichst viel Profit für sich selbst zu generieren. Dabei gehe ich in eine Erfahrung von „Bedrückung“ oder eher Depression und eine Machtlosigkeit/Ohnmacht, das mich körperlich erfasst – ich sinke in mich zusammen = die Energie von „Aufgeben“.




Nun – als ich diese energetische Erfahrung, die auch eine Art „Energie-Entladung“ war, hinterfragte – eigentlich war dazwischen noch ein Moment – Ich kam wieder an meinen Arbeitsplatz und eine Kollegin sprach mich an um bestimmte Dinge klar zu stellen, die ich als eine Form von „mein Fehler“ werten konnte und ich versuchte mich stabil zu halten und die Situation zu stabilisieren – wobei ich jedoch bereits im Ausgangspunkt von „mein Fehler“ und Aufgeben stand – Hier habe ich dann eine Verbindung meiner inneren Reaktion (auf den Zeitungsartikel) mit der externen Situation/der Kollegin hergestellt und daher diesen Punkt von „Fehler“/irgendetwas stimmt nicht eingenommen.




Und irgendetwas stimmt auch wirklich gewaltig nicht – was als nächstes aufkam ist ein weiterer Baustein in meinem konstruierten Selbst-Betrug von Persönlichkeit.




Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben die Erinnerung als ich alleine zu Hause war und in den Nachrichten die Bombardierung Bagdads sah mit der Energie von Resentment zu verbinden.




Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben wer ich in dieser Erinnerung bin und was meine Verantwortung darin ist mit Resentment-Energie und Beschuldigungen zu verhüllen.

Ich vergebe mir nicht erlaubt zu haben die Resentment-Energie in/als diese Erinnerung bedingungslos los zu lassen und mir zu zeigen wer ich war und was meine Verantwortung in der Ganzen Geschichte ist.




Ok – Ich bin gerade relativ frisch getrennt und lebe allein – ich bin allein und verdammt einsam – in einer Wohnung, die ich „nie wollte“ (lol) – ich höre düstere Musik und bin deprimiert – Ich sitze auf dem Sofa oder gehe durch den Raum und sehe die Nachrichten, wie in Bagdad die Bomben fallen und wie Häuser in Flammen aufgehen und Rauchsäulen aufsteigen – ich bin empört und denke dass es „so offensichtlich ist“, sie (die Amis) wollen nur das Öl, was muss den noch passieren dass die Menschen dass kapieren, wie kann so etwas passieren, wieso lassen alle das einfach zu, wie blind sind die Menschen, wieso macht keiner was? - Ich fühle mich machtlos/hilflos und als ob ich der einzige bin der sieht was hier passiert/abgeht. (Verachtung, Angst, Hass)




Dieser Punkt von „es ist so offensichtlich“ erzeugte in mir eine ziemliche Paranoia/Angst weil ich ihn auf „andere“ projiziert habe und mir vorstellte das wirklich kein Mensch irgendetwas davon sieht, beziehungsweise war es für mich so als würde sich eine dunkle Macht oder Verschwörung „am hellichten Tag“ der Welt bemächtigen und keiner bemerkt es, da offensichtlich niemand etwas dagegen tut – als ob dies der letzte Schritt einer weltweiten Verschwörung wäre und nun können sie einfach tun was immer sie wollen, wenn sie selbst mit diesem Schritt durchkommen.




Ok, es kommen zwei interessante Punkte auf wenn ich die Erinnerung ausschreibe, nämlich einmal dass es sich heute in der Arbeit „wie der Welt-Untergang“ angefühlt hat, sehr viel Energie und gleichzeitig viele Einsichten in die Konsequenzen dieser Erinnerungen – jetzt scheint das ganze wesentlich weniger „schlimm“ und wie „blockiert“.




Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben in der und an der Energie teilzunehmen die heute beim lesen des Artikels mit und als Erinnerungen in mir aufkamen, und dann mit dem Bewusstsein als Energie zu gehen und so auf meine eigenen Reaktion zu reagieren, worin ich mir vergebe zugelassen und akzeptiert zu haben die Energie von „Aufgeben und Ohnmacht“ die in der Erinnerung gespeichert war, mit der Worry/Sorgen-Energie zu verbinden, die in mir aufkam/getriggert wurde als meine Kollegin sich in bestimmter Weise ausdrückte – „mich zur Rede stellte“ - und einen bestimmten Gesichtsausdruck und Körperhaltung einnahm.




Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben die Erinnerung mit weiterer Energie zu überlagern so dass es so scheint als könne ich mich nicht einsehen und mir effektiv vergeben.




Ok – Ich bin gerade relativ frisch getrennt und lebe allein – ich bin allein und verdammt einsam – in einer Wohnung, die ich „nie wollte“ (lol) – ich höre düstere Musik und bin deprimiert – Ich sitze auf dem Sofa oder gehe durch den Raum und sehe die Nachrichten, wie im die Bomben fallen und wie Häuser in Flammen aufgehen und Rauchsäulen aufsteigen – ich bin empört und denke dass es „so offensichtlich ist“, sie (die Amis) wollen nur das Öl, was muss den noch passieren dass die Menschen dass kapieren, wie kann so etwas passieren, wieso lassen alle das einfach zu, wie blind sind die Menschen, wieso macht keiner was? - Ich fühle mich machtlos/hilflos und als ob ich der einzige bin der sieht was hier passiert/abgeht. (Verachtung, Angst, Hass)




Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben in und als Erinnerung von mir zu existieren wie im Irak Bombardierungen statt fanden und ich alleine war und mich als einzigen Menschen gesehen habe der sieht was da abläuft, hilflos und unfähig irgendetwas dagegen zu tun, denn es interessiert ja eh keinen, sonst würde doch irgendwer etwas dagegen tun.




Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben mich selbst in der Erinnerung gar nicht zu sehen, so als sei ich und die ganze Wohnung eine leere Schale oder ausgebrannte Hülle.




Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben mit Ärger/Resentment und Empörung zu reagieren als ich sah dass „wieder bombadiert wird“ und es ist doch so offensichtlich dass „sie nur das Öl wollen“.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben mich geschockt zu fühlen als ich diese Bilder sah und zu denken dass „sie“ dass jederzeit überall machen könnten.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben „die Amis“ und „das System“ zu beschuldigen, dafür verantwortlich zu sein warum es im Irak Krieg gab, und dabei so zu tun als sei ich außen vor, nicht beteiligt und „ich will damit nichts zu tun haben“ - ohne zu sehen, erkennen und verstehen dass ich selbst ein Teil dieses Systems bin, dass mit Öl betrieben wird und auf Plastik basiert, dass ich von diesem System abhängig bin und mir jahrelang keinen Gedanken darüber gemacht habe wer/was für meinen Lebensstandard leiden, zerstört werden oder ausgebeutet werden muss.

Ich vergebe mir selbst mir nicht die Einsicht erlaubt zu haben, dass ich eine Elite in diesem System bin und dass mein Lebensstandard, alles was ich täglich habe oder benutze auf der Ausbeutung und Missbrauch anderen Lebens basiert.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben in mir die Entscheidung zu treffen, ab jetzt „wegzuschauen“ und dass mich Nachrichten und die Ereignisse in der Welt einfach nicht mehr interessieren oder berühren werden, weil ich eh nichts dran ändern kann, ich bin hier allein und keiner sieht mich, keiner hört mich und keinen interessiert es, worin ich mir vergebe zugelassen und akzeptiert zu haben, mein Selbst-Mitleid auf die Welt zu projizieren und mir weiß zu machen dass tatsächlich kein anderer sieht oder versteht was los ist – eigentlich um mir Erlaubnis zu geben meinerseits die Welt und all die Ungerechtigkeit, die Misstände auszublenden und meinen eigenen Selbst-Interesse zu folgen, was ich sonst als eine Art „Verrat“ gesehen hätte.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben eine Entscheidung zu absichtlicher Ignoranz der Probleme in dieser Welt zu treffen.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben zu denken und zu glauben das ich mich in einer Beziehung/Partnerschaft vor dieser Welt und der Ungerechtigkeit in der Welt verstecken könnte, und ich müsste nur die Richtige finden, und dafür bin ich bereit „Aufzugeben und zu Leugnen was ich gesehen und erfahren habe“.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben zu denken und zu glauben „ich könnte die Welt auf meine Art und Weise aussortieren/korrigieren“.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben in und aus der Situation dass ich alleine war, mich einsam und unverstanden fühlte eine Paranoia zu kreieren „die ganze Welt sei gegen mich“.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben Angst, Verachtung und Hass gegenüber Menschen im Allgemeinen in mir zu horten, die ich damit begründet habe, dass sie „so blind seien und das offensichtliche nicht sehen und all dass (den Krieg) einfach passieren lassen“, wobei das ausgeprägteste eine Angst ist vor der „Ignoranz“/Dummheit (lolol) der Menschen, die ich als Art Zombie-Kreaturen ohne jeglichen Verstand glaubte wahrnehmen zu müssen und zu können ohne zu sehen, erkennen und verstehen dass ich selbst zu einem solchen Zombie geworden bin und auf dem Weg dies weiter zu integrieren.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben von meiner „Richtigkeit“ und GERECHTHEIT in einem solchen Maße überzeugt zu sein dass ich geglaubt und angenommen habe ich sei der einzige der dass offensichtliche sieht.

Ich vergebe mir selbst mir nicht erlaubt zu haben zu sehen, erkennen und verstehen dass es bei meinen Vorwürfen, Anschuldigungen nicht um „den Krieg“ oder die externen Vorgänge ging – tatsächlich machte ich „der Welt“/dem System und den Menschen Vorwürfe „mich nicht zu hören oder zu sehen, keiner kümmert sich um mich etc.“ was wiederum nur die Beziehung war die ich zu mir selbst habe.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben auf mich selbst wütend zu sein und mich zu beschuldigen dass ich so abgestumpft sei.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben mich durch Urteile und Groll vom Rest der Menschheit zu trennen und insgeheim jedem und allen den Vorwurf zu machen „in diesem System mitzumachen“ ohne zu sehen, erkennen und verstehen dass ich die ganze Zeit wirklich nur auf mich selbst ärgerlich war und mich selbst verurteile habe, denn ich nehme gleichermaßen an diesem System teil und bin damit für alle Konsequenzen verantwortlich.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben zu verleugnen was hier ist und dafür vor der Rolle die ich gespielt habe und meiner Verantwortung für alles Leben die Augen zu verschließen.

Ich vergebe mir selbst zugelassen und akzeptiert zu haben zu denken und zu glauben ich könne meine Hände in Unschuld waschen und wäre weniger verantwortlich oder ein besserer Mensch wenn ich mich nur möglichst raus halte und von allen anderen Fern halte, denn die habe ich ja als „Böse“ definiert und beurteilt und deshalb habe ich auch vor allen Angst, ohne zu sehen, erkennen und verstehen dass ich nur vor meinen eigenen Urteilen und Definitionen Angst habe.




Ok, beim Schreiben der Selbst-Vergebung hatte ich das Gefühle immer irritierter und auch unzufriedener zu werden, so als komme ich nicht zum Punkt. Als ich schaute konnte ich hinter der ganze „Rebellion“ und „Kritik“ am System eine Faulheit, Apathie und Lethargie in mir ausmachen, die wie ich sehe, schon in der Schule eingesetzt hat. - Der Punkt ist dass ich nie große Lust hatte zu arbeiten oder etwas im System zu tun, geschweige denn an mir selbst oder für mich selbst – es bedurfte immer sehr genau definierter Stimuli um mich zu reizen irgendetwas zu machen, lol. Von einer durchaus berechtigten Perspektive, habe ich mir einfach nicht die Mühe gemacht mich/meinem Leben/meine Beziehungen zu gestalten, es war bequemer dies das Bewusstsein machen zu lassen = dem Vorprogramm zu folgen und nun beschuldige ich es dass es nicht dass ist was ich „wollte“.

Ein Geschenk kann ich mir hier machen in dem ich Realisiere „Veränderung ist tatsächliche Arbeit – Man muss tatsächlich arbeiten um etwas zu verwirklichen“ und Blame = Lame.



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