Dienstag, 22. Oktober 2013

Angst als Blendgranate im Kampf um das falsche Selbstbild - Tag 459



Ok, interessant gerade waren noch ein Haufen Punkte da und nun scheinen sie wie weg, aber nicht wirklich, ich kann sie noch unter dem fast durchsichtig schimmernden Schleier hervorlugen sehen, wie mit einer dunkeltransparenten Decke aus schwarz-grünem Ectoplasma zugedeckt.



Der eine Punkt war oder ist wieder meine Neigung zu Urteilen und nahe daran der Punkt von “Kontrolle” was interessant ist – denn logisch oder bei gesundem Menschenverstand existiert Kontrolle nicht, was genauer heißt es ist nicht möglich “ein Ergebnis” zu kontrollieren, denn ein Ergebnis zu kontrollieren, einen bestimmen Ausgang so zu haben “wie man will” = würde bedeuten alles und jeden permanent kontrollieren zu müssen. Dieses Thema finde ich besonders “schwierig” im Kontext von Beziehungen, wenn ich mit anderen zusammen bin/arbeite. Das ist deshalb weil jeder ein bestimmtes Ergebnis haben und kontrollieren will und im Moment ist dieses Ergebnis nicht damit verbunden was für alle am Besten ist, sondern mit Geld und Selbstinteresse.



Jeder versucht seine Welt/Realität von Ausgangspunkt der Angst zu kontrollieren und selbst wenn man für Momente selbst diesen Zirkus und die Absurdität dieses Verhaltens sieht und aus der eigenen Angst steigt – wird man von der Angst der anderen dazu angestoßen wieder mit zu machen – Ok,hier kann ich stoppen mit meiner Projektion und stillen Schuldzuweisung denn ich habe nun oft genug gesehen und mit-erlebt wie es nicht so ist das mir jemand von “außen” Angst macht oder Angst einflößt, sondern das ich selbst in bestimmten Momenten/Situationen, mit Angst reagiere, basirend zum Beispiel auf bestimmten Worten oder Situationen oder Erinnerungen aus der Vergangenheit – doch selbst das ich mit der Zeit unakzeptabel als Begründung oder Rechtfertigung von “Angst” denn ich sehe ziemlich genau/deutlich wie ich diese Angst-Reaktionen absichtlich initiere. Die Frage ist “wieso”?



Und als ich mir in einem Moment vor 14 Sekunden diese Frage in mir selbst stellte, sah ich die Angstwort, nähmlich das ich mich hinter Angst verstecke. Ich sehe einen Moment wo ich mit jemanden rede und es ist in fast so als bleibt die Zeit stehen, ich falle “in ein Vakuum” in mir selbst und da, was würde da auftauchen? Die Erinnerung an eine ähnliche/gleiche Situation die ich mi der Person vor einigen Monaten hatte – Wäre ich in diesem Moment Selbst-Ehrlich und würde nicht reagieren, hätte ich gesehen das meine Erinnerung, so wie ich die physische Realität des vergangenen Momentens in meinem Bewusstsein als energetisches Konstrukt, geladen mit Energien, Gefühlen, bewertet, besprochen, beurteilt in/mit Backchats und Gedanken verbunden gespeichert habe – NICHT der Realität dieses Moments entspricht – es entsteht ein Konflikt in mir und ich müsste dem begegnen wer/was ICH in dieser Erinnerung wirklich war – ich müsste einsehen das ich die andere Person und ihre Worte, in Selbstinteresse, falsch interpretiert habe und das ich darin als Selbstgerechtigkeit existiere.



Diese Einsicht würde mir – in Anbetracht der Konsequenzen und Unverantworlichkeit meiner Selbst – eine Erfahrung von Scham und Demut, eher Demütigung, bescheren – und das will ich nicht fühlen oder zulassen, denn dies würde mir das Tor zu echter Veränderung öffnen.



Stattdessen kreiere ich/ego einen kurzen Angst-Schlag, eine Angst-Reaktion die ich mit der anderen Person verbinden kann, ich bringe noch kurz eine Projektion/Interpretation/Täuschung auf die das Gesicht der anderen Person angeblich “böswillig” oder “hinterhältig” aussehen lässt und schon habe ich mir ausreichend GRUND gegeben um in internen Konversationen/Backchats weitere Energie zu erzeugen, und die kleine Reaktion zu einer Mind-Besessenheit heranwachsen zu lassen die mich den ganzen/mehrere Tage beschäftigen kann.



Interessant, ok, denn angefangen habe ich mit “Kontrolle” und Angst und was ich in diesem Fall kontrollieren wollte, war das Bild der Person in meinem Bewusstsein als Erinnerung, so das ich mich selbst und mein Bild von mir Selbst nicht ändern müsste, damit ich nicht zugeben musste und dem begenen wer ich wirklich war – DENN das würde bedeuten ich würde mich sehen, kann mich nicht mehr durch die Falschinterpretation der anderen Person in meiner Erinnerung täuschen, und das heißt das ich mit meiner Interpretation/Erinnerung falsch war = ich muss mich ändern.



Warum wollte ich die Erinnerung und mein Bild von der Person in meinem Bewusstsein kontrollieren und so halten wie ich es hatte? Um so mein eigenes Ego, mein Selbstinteresse zu rechtfertigen indem ich eine scheinbare Bedrohung/Feindseligkeit von aussen IN meinem Bewusstsein unterstellte/kreierte.



So erschafft mein seinen eigenen schlimmsten Feind – ENEMY - E NE MY – Energy that is Not Me (, apparently).

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