Freitag, 11. Januar 2013

Soziale Ängste, Rauchen und Kontrollverlust - Tag 255




Heute werde ich mich in meinem Blog mit der „Sozialen Aspekt“ der Angst vor Städten befassen, was hauptsächlich den Punkt der verstärkten/häufigen Interaktion mit Menschen betrifft, wobei „Interaktion“ „Kontakt“ bedeutet, also all die Momente in denen ich irgendwelchen Menschen begegne.
Nach dem letzten Satz musste ich mein Schreiben unterbrechen weil mir ultraschlecht wurde, ich eine starke Übelkeit begleitet von einem Ohnmacht und Schwächegefühl erfuhr…Nach etwa eineinhalb Jahren hatte ich heute morgen das erste Mal wieder eine Zigarette geraucht.
Der Punkt hatte sich über die letzten Tage angebahnt, und eigentlich tauchten über die Zeit in der ich nicht rauchte immer wieder kurze, heftige Verlangen nach Zigarretten oder/und Eifersuchtsflashes gegenüber Raucher auf und es war damit offensichtlich das ich mit dem Punkt noch nicht durch bin – Der entscheidende Gedanke/Backchat den ich in einer sozialen Situation, beim Zusammenstehen mit Studienkollegen auf der Anreise zur Abschlußfart hatte, und auch laut aussprach/von mir gab war „So, jetzt gehöre ich ich auch wieder dazu“, der typische Kontext einer Mutprobe und auch die dazupassende Erinnerung kam damals schon auf, jedoch „beließ ich es dabei“, rauchte 2 Wochen und zwag mich dann durch übermäßgen Konsum, Ekel, Abscheu, Selbsturteile und interne Beschuldigungen/Beschimpfungen über die Moralitätsschiene eines „Schlechten Gewissens“ wieder zum Aufhören, ein Verhaltensmuster das ich mit vielen/den meisten „Dingen“ gemacht habe die ich stoppen „wollte“ – den Weg der Konsequenz-Akkumulation: Ich mache es so lange bis es mir Schlecht wird und ich mich selbst ankotze.
Als ich auf den Balkon ging, eigentlich schon davor beim Drehen der Zigarette kam eine Angst im Backchat auf davon „mich nicht kontrolliern zu können“ die ich als genauer als die Angst identifizieren kann das wenn ich das „einmal mache dann bin ich wieder voll dabei“ – was eine interessante Polarität zwischen „dabei sein/dazugehören/nicht dazu gehören/ausgeschlossen sein aufzeigt, die aus der Definition/Glauben erwächst das Zigaretten/Rauchen = Kontakt (CONTakt, ConTrakt, Con-track = eine (eingefahrene) Bewusstseinschiene = Verhaltensmuster) – und noch davor ein stark positve erlebter Wusch/Verlagen „zum Kaffe eine zu Rauchen“. Meinen Ausgangspunkt dafür diesem Verlangen/Wunsch nachzugehen legte ich auf „Zu sehen wer ich darin bin“, worin ich aber weiter unsicher war, was heißt ich tat dies nicht in vollem Gewahrsein.
Das Rauchen selbst war dann „ok“, kurz darauf wurde mir Übel, Schwindlig und meine Gliedmaßen wurden kalt. Die Übelkeit blieb einige zeit und ausserdem fühlte eine „Schwere“ – Ich stabilisierte mich mit atmen, aber eigentlich wurde es mir erst angenehmer/wohler nach dem ich Duschen war – Ok, stimmt eigentlich war es eine ziemlich massive energetische Präsenz/Erfahrung in meinem Körper, die ich in dem Moment auf die Aktivierung einer „Raucher-Persönlichkeit“ zurück führte.
Mittags rauchte ich dann noch eine Zigarette und: der Selbe Film, starke Übelkeit, ein Ohnmachtsgefühl das mich beinahe „überfällt“ und in die Knie zwingt, beziehungsweise versuchte ich dann den Blog über „soziale Ängste“ zu schreiben und ich kam nicht weiter als den ersten Absatz weil diese Erfahrung auftauchte – und damit einige Erkenntnisse.
Beim Rauchen dachte ich ich/war ich der Meinung das ich mit Rauchen meine „sozialen Ängste“ unterdrückt habe, beispielsweise auf dem Schulhof, Pausen, beim Ausgehen, dann habe ich aber bemerkt das ich Rauchen selbst mit Angst, Unsicherheit und Nervosität verbunden habe. 

Eigentlich fing dies schon an mit bestimmten Erinnerungen als Mutprobe sogenannte „Judenstrick“ zu rauchen, einfach trockene Lianen die wir als Kinder im Wald geraucht haben um „cool zu sein“ in unserer Imitation von Erwachsenen. Die prägende Erfahrung war aber als ich meine erste Zigarette geraucht habe:
Ich bin etwa in der 2-3 Klasse und mit einem Schulkameraden unterwegs, der einen älteren Bruder hatte. Die ganze Familie hat einen „schlechten Ruf“ in unserm Dorf. Es gibt verschieden Gerüchte, mitunter weil die Eltern in Scheidung leben oder es immer wieder Ausseinandersetzungen/Probleme gibt. Die Mutter ist angeblich überfordert mit den Söhnen und „hat die Kontrolle verloren“. Ich bin fasziniert/schockiert davon der X seiner Mutter angeblich ein Orfeige gegenben hat, oder im Streit zurückgeschlagen hat. Wir gehen unter eine Brücke im Ort und verstecken uns um zu Rauchen, Zigaretten vom Großen Bruder. Eigentlich habe ich Angst vor X, ich glaube er ist brutal, gewalttätig und unberechenbar/barsch/grob. Ich weiß nicht wirklich wieso aber gleichzeitig fühle ich mich zu dieser Zeit zu ihm/der Lebensweise hingezogen (Rebellion/falsche Freunde). Ich habe auch vor dem Rauchen Angst und bin unentschlossen/aufgeregt „Ich will eigentlich nicht“, aber er sagt zu mir „Da nimm auch mal“ und nehme die Zigarette und rauche – die anderen haben schon öfter geraucht – mir wird schwindelig, übel, ich fühle mich betäubt, Ohnmächtig und es wird mir Schwarz vor Augen. Ich fühle mich komisch und ich habe ein schlechtes Gewissen und Angst das meine Eltern den Rauch riechen.
Die ganze Erinnerung ist bedeutend weil ich in dieser Ohnmacht/Schwindel das Gefühl hatte die Kontrolle zu verlieren und den Menschen/“Freunden“ ausgeliefert zu sein, ich glaube das sie auch lachten, was ich als weitere Boshaftigkeit interpretierte. Ich speicherte die Erinnerung so ab als hätte/n mich „das Böse“/die bösen „in Versuchung geführt/verführt/beinflusst“ und zwar mit Absicht um „Macht“ über mich zu haben, anstatt zu sehen, erkennen und verstehen das ich dieses Ohmachtsgefühl in mir selbst kreiert habe und einfach mit den anderen Beteiligten verbunden habe.
Ich sehe wie ich mir in der Folge immer wieder die „falschen Freunde“ aussuchte denen ich die Schuld für meine Handlungen/Entscheidungen geben konnte, beziehungsweise solche Freundschaften kreiert denen ich eine „Macht über mich“ zusprach. Oder wie ich später meine Partner auf einen unterbewussten Ebene dafür verantwortlich machte was ich tat – Im Grunde habe ich damit eine generelle Angst vor andern Menschen/Freunde/sozialen Kontakten installiert, weil ich akzeptiert haben zu glauben/denken das andere eine Macht über mich ausüben können und wollen. Zudem finde ich diese „Ohnmachtserfahrung“ in den jeweils ersten Erfahrungen mit Alkohol und Co wieder, wo ich mich komplett überwältigt/bessessen/ausgenockt fühlte/erfuhr. Und wenn ich es genau anschaue dann auch mit mit andern Menschen/Partnern wo ich mich „hilflos/ohnmächtig“ gegenüber den Situationen/Anforderungen erlebte – Eigentlich eine gefühlte Ohnmacht gegenüber den Erfahrungen die in mir Selbst/als ich selbst aufkamen und damit bin ich wieder am Anfang dieses Blogs, weil ich Interaktionen und Kontakte mit andern Menschen aus dem Weg gehe/vermeide um mir selbst nicht zu begegnen in und als der Erfahrung von Ohnmacht/Kontrollverlust Hilflosigkeit/Ohnmacht/Unterlegenheit anderen Menschen/Situationen gegenüber.
Ok, Selbstvergebung folgt morgen…

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